Kiel. Ganz großes Kino, aber nicht auf der Leinwand, sondern live auf dem Eis, hat mit der neuen „Holiday on Ice“-Produktion „Cinema of Dreams“ am Freitag in der Wunderino-Arena in Kiel Einzug gehalten. Rund 1500 Zuschauerinnen und Zuschauer ließen sich dieses Erlebnis nicht entgehen und wurden mit Eiskunstlauf auf höchstem Niveau belohnt.

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Die neue Show entführt das Publikum in die faszinierende Welt des Films. Im Mittelpunkt der Handlung stehen die drei Freunde Mia Daniels, Ethan Cole und Sam, die ihre gemeinsame Leidenschaft für das Kino verbindet. Ein Filmclip im Bühnenbild leitet geschickt in die Handlung der Show ein.

In der Geschichte entdecken die drei ein verlassenes Lichtspielhaus, erwecken es mithilfe ihrer Freunde und viel Enthusiasmus wieder zum Leben und produzieren dort ihre eigenen Filmträume. Diese Filme, die verschiedenste Genres wie Science Fiction, Thriller und Romanze abdecken, werden nun direkt auf dem Eis erzählt.

Eine rührende Geschichte führt durch die Produktion

Das Showerlebnis beginnt mit einem Nervenkitzel: Noch am Anfang der Show wird eine Tänzerin auf einer rotierenden Scheibe scheinbar mit Messern beworfen. Durch zahlreiche waghalsige Sprünge, Pirouetten und Saltos bleibt die Show durchgehend spannend zuzuschauen. Neben der akrobatischen Leistung begeistert auch das aufwendige Bühnenbild. Besonders in der zweiten Hälfte der Show, wenn die Bühne von einem riesigen Totenkopf dominiert wird. Insgesamt bringt die Tour beeindruckende 31 Tonnen Bühnenmaterial auf die Waage – ein logistischer Kraftakt, der sich auszahlt.

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Die 37 Eiskunstläuferinnen und -läufer zeigen nicht nur technische Präzision, sondern auch schauspielerisches Talent. Raffinierte Schrittfolgen auf dem Eis wechseln sich mit waghalsigen Hebefiguren in der Luft ab, dazu kommen Saltos, schnelle Formationselemente und perfekt synchronisierte Gruppenbilder. Unterstützt wird das visuelle Spektakel durch rund 300 aufwendig gestaltete Kostüme, die jede Szene farblich und stilistisch unterstreichen.

Neben aller artistischen Brillanz nimmt sich die Show auch Zeit für emotionale Momente. Die Geschichte der drei Freunde beleuchtet nicht nur Erfolg und Ruhm, sondern auch die Kehrseiten des gemeinsamen Weges. Themen wie Freundschaft, Eifersucht und Liebe ziehen sich durch die Handlung. Alle drei Hauptcharaktere feiern ihren Erfolg als Filmdirektor, Schauspielerin und Kameramann, ohne jedoch ihre Verbundenheit zueinander zu verlieren.

Positive Resonanz des Kieler Publikums

Die 37 Athletinnen und Athleten stammen aus zwölf verschiedenen Nationen und bringen unterschiedlichste Stilrichtungen mit aufs Eis. Alina Urushadze aus Riga, die Mia Daniels verkörpert, steht zum ersten Mal für Holiday on Ice auf der Bühne. Der ukrainische Eiskunstläufer Andrii Kokura tanzt als der Filmdirektor Ethan Cole über das Eis – und auch im echten Leben ist dieser Athlet tatsächlich Filmemacher, wenn er nicht als Eiskunstläufer die Ukraine im Einzellauf vertritt.

Musikalisch spannt die Show ebenfalls einen weiten Bogen. Klassiker und moderne Hits aus der Film- und Popgeschichte begleiten die einzelnen Szenen und verstärken deren Wirkung. Bekannte Titel wie die Titelmusik der Serie Peaky Blinders treffen auf Songs von Dua Lipa, Coldplay oder Lady Gaga. Die stimmige Auswahl sorgt dafür, dass sich Jung und Alt gleichermaßen angesprochen fühlen.

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Nach der Pause legt die Produktion noch einmal an Opulenz zu. Besonders eindrucksvoll ist ein Element, das man in einer Eisshow kaum erwarten würde: In einer spektakulären Szene gleiten die Sportler über ein brennendes Herz auf der glatten Eisfläche.

Entsprechend positiv fiel das Fazit des Publikums aus. „Hat sich gelohnt zu kommen“, fasste eine Zuschauerin ihre Eindrücke zufrieden zusammen. Eine andere zeigte sich besonders vom Bühnenbild begeistert: „Ein besonderes Highlight war für mich der Totenkopf in der zweiten Hälfte der Show.“ Kritische Töne blieben die Ausnahme. „Alles war optimal – nur ein bisschen zu laut“, merkte ein Besucher schmunzelnd an.

Die Show ist in Kiel noch am Sonnabend um 15 und 19 Uhr sowie am Sonntag um 14 Uhr in der Wunderino Arena zu sehen.

KN