Jubel bei Hannover 96

AUDIO: Hannover 96 gewinnt! Trainer Titz beweist goldenes Händchen (2 Min)

Stand: 28.11.2025 21:12 Uhr

Fußball-Zweitligist Hannover 96 hat den Karlsruher SC am Freitag mit 3:0 (3:0) abgefertigt und steht zumindest vorübergehend auf dem dritten Tabellenplatz. Das Spiel gegen den KSC hätte aber auch anders ausgehen können.

von Florian Neuhauss

Die Mannschaft von Trainer Christian Titz machte zu Hause lange viel zu wenig aus den eigenen Tormöglichkeiten – und hatte Glück, dass die Gäste den Chancenwucher nicht bestraften. In der zweiten Hälfte stachen dann die Titz’schen Joker: Husseyn Chakroun (68.) und Benedikt Pichler (70.) brachten die „Roten“ auf die Siegerstraße. Mustapha Bundu machte dann den Deckel drauf (77.).

„Die goldenen Händchen nehme ich das nächste Mal mit zum Karneval. Dann habe ich auch ein gutes Kostüm“, witzelte Titz angesprochen auf seine guten Einwechslungen und zeigte sich insgesamt sehr zufrieden mit dem Auftritt seines Teams.

Eine Fußballtabelle vor eine Fußballmotiv

Ergebnisse, Tabellenstände und die Spieltage im Überblick.

Im Topspiel gewann Schalke zeitgleich mit 2:1 gegen Paderborn und zog damit am Konkurrenten vorbei auf Rang eins. Hannover steht damit nur noch zwei Punkte hinter dem direkten Aufstiegsplatz zwei.

Das wird teuer: Fanproteste erneut durch Pyrotechnik untermalt

Auch das Spiel in Hannover wurde von Fanprotesten im Vorfeld der Innenministerkonferenz begleitet. Zwölf Minuten lang herrschte durch den Stimmungsprotest fast schon gespenstische Atmosphäre in der Arena am Maschsee. Umso sehenswerter war dann die Choreografie („Unsere Art zu leben“), die nach Ablauf der Zeit in der Fankurve hochgezogen wurde.

Fans von Hannover 96 mit einer Choreografie

Schöne Choegrafie – und teures Beiwerk in der 96-Fankurve.

Wie so oft in den vergangenen Wochen machte die organisierte Fanszene den guten Eindruck danach aber gleich wieder kaputt. Das massive Abbrennen von Pyrotechnik ist nicht nur der Politik ein Dorn im Auge, sondern wird den Club auch einmal mehr teuer zu stehen kommen.

Hannover lässt mögliche Führung liegen

Die Darbietung auf dem Feld war zunächst auch gespenstisch. Dann aber hätten die Hannoveraner in Führung gehen müssen. Benjamin Källman fing einen Pass der Gäste ab, seinen Schuss wehrte KSC-Keeper Hans Christian Bernat aber ohne Probleme ab (19.). Noch größer war die Chance von Noel Aseko fünf Minuten später, sein Schuss aus zwölf Metern in zentraler Position kam genau auf Bernat. Auch Kolja Oudenne scheiterte noch an Bernat (32.).

Video:
Christian Titz: Der Trainer von Hannover 96 im Porträt (3 Min)

Und so hätten um ein Haar die Karlsruher noch das 1:0 erzielt. Rafael Pinto Pedrosa rutschte bei seinem Abschluss im Strafraum jedoch weg – der Ball landete neben dem Pfosten (35.).

Die Joker stechen – und Bundu jubelt zum ersten Mal

Die zweite Hälfte begann mit einem Schreckmoment für Nahuel Noll. Der 96-Torwart spielte weit vor seinem Kasten einen Fehlpass, Marvin Wanitzek schoss sofort, verfehlte das Tor aber (48.). Der Kapitän des KSC hätte sein Team in der 66. Minute in Führung bringen müssen, schoss aus acht Metern aber vorbei.

Es kam anders, weil zwei Joker von Titz stachen: Chakroun traf zehn Minuten nach seiner Einwechslung zum 1:0. Nur zwei Zeigerumdrehungen später erhöhte Pichler auf 2:0. Der ehemalige Kieler stand sogar erst vier Minuten auf dem Platz. Und als dann 13 Minuten vor dem Ende auch noch Bundu sein erstes Tor für Hannover erzielte, war die Partie entschieden.

14. Spieltag, 28.11.2025 18:30 Uhr

Noll – Ghita, Tomiak, Nawrocki (46. Okon) – Matsuda (46. Neubauer), Leopold, Oudenne, Aseko Nkili (81. Taibi), Yokota (58. Chakroun), Bundu – Källman (66. Pichler)

3

Bernat – Beifus, Franke, N. Rapp (74. A. Müller) – S. Jung (85. Laghrissi), Burnic, Herold (85. Dühring), Pinto Pedrosa, Wanitzek – Förster (74. Fukuda), Schleusener (66. Simic)

0

Tore

  • 1:0 Chakroun (68.)
  • 2:0 Pichler (70.)
  • 3:0 Bundu (77.)

Weitere Daten zum Spiel

Christian Titz, Trainer von Hannover 96

Der Traum von der Bundesliga-Rückkehr lebt bei Hannover 96. Die empathische Art von Trainer Christian Titz hat daran großen Anteil.