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Russland hat Zweifel am Friedensplan für den Ukraine-Krieg, während der Drohnen-Krieg weitergeht. Orban trifft Putin in Russland. Der aktuelle News-Ticker.
Das Wichtigste in
diesem News-Ticker
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Alle Kapitel
Update vom 29. November, 6:10 Uhr: Bei einer weiteren nächtlichen Attacke im Ukraine-Krieg auf Kiew sind russische Raketen und Kamikaze-Drohnen in der Millionenmetropole eingeschlagen. Es gebe mindestens ein Todesopfer und elf Verletzte, darunter ein Kind, berichteten ukrainische Medien unter Berufung auf örtliche Behörden. Mehrere Wohngebäude in verschiedenen Stadtbezirken wurden beschädigt, wie Fotos zeigten. Das genaue Ausmaß der Schäden war am Morgen noch nicht zu ermessen.
Transparenzhinweis
Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Kiew ist eines der häufigsten Ziele russischer Luftangriffe im Ukraine-Krieg. Schon in der Nacht zu Dienstag waren dort laut Bürgermeister Vitali Klitschko bei Attacken mit ballistischen Raketen, Marschflugkörpern, Hyperschallraketen und Drohnen sieben Menschen getötet worden. Das ukrainische Energieministerium sprach danach von einem „massiven kombinierten Angriff“.
Russland grenzt Human Rights Watch aus – für unerwünscht erklärt
Update, 22:22 Uhr: Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch ist in Russland für unerwünscht erklärt worden. Das meldete die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf das Justizministerium. Die Aufnahme in das Register kommt einem Verbot gleich. Russische Organisationen oder Privatpersonen dürfen keine Beziehungen zu unerwünschten Organisationen unterhalten.
Human Rights Watch ist eine Menschenrechtsorganisation, die Russland wiederholt Unterdrückung Andersdenkender und Kriegsverbrechen in seinem seit mehr als dreieinhalb Jahren andauernden Angriffskrieg gegen die Ukraine zur Last gelegt hat. In einer Mitteilung wertete HRW die Einstufung als ein weiteres Zeichen der Repressionen des Kremls.
Update, 20:08 Uhr: Nach vorangegangenen Einschränkungen hat die russische Telekommunikationsbehörde Roskomnadsor nun mit der vollständigen Sperrung von Whatsapp in Russland gedroht. Vor allem seit Beginn des Ukraine-Kriegs vor mehr als dreieinhalb Jahren verschärft Moskau zunehmend die Kontrolle und Zensur im Internet.
Falls der Messengerdienst die Anforderungen der russischen Gesetzgebung nicht erfülle, werde er blockiert, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur Tass eine Mitteilung von Roskomnadsor. Schon in der Vergangenheit argumentierte die Behörde bei Einschränkungen, dass Kriminelle Whatsapp für Erpressung, Betrug und eine Verwicklung russischer Bürger in Sabotageakte nutzten.
Update, 19:12 Uhr: Die aktuelle Lage an der Front im Ukraine-Krieg: Laut Bericht des ukrainischen Generalstabs haben auch am Freitag die meisten Zusammenstöße der Truppen am Front-Abschnitt Pokrowsk stattgefunden. 54 Mal sollen russische Truppen dort gegen ukrainische Stellungen gestürmt sein – zwölf Gefechte dauern weiter an. Insgesamt meldet der Generalstab 230 Zusammenstöße russischer und ukrainischer Truppen im Laufe des Tages.
Neue Russland-Taktik im Ukraine-Krieg? Kiew meldet weniger Strumangriffe bei Pokrwosk
Update, 18:08 Uhr: An der Front bei Pokrowsk sollen russischen Truppen ihre Taktik geändert haben. Das erklärte der Sprecher der ukrainischen Nationalgarde, Ruslan Musytschuk, laut Ukrinform im ukrainischen Fernsehen. Russland setze bei der umkämpften und strategisch wichtigen Stadt nicht mehr auf massive Sturmangriffe unter Einsatz von gepanzerten Fahrzeugen: „In den vergangenen Herbstmonaten gab es nicht nur im Vergleich zum Jahr 2022, sondern auch zum Jahr 2024 relativ wenig Sturmangriffe unter Einsatz gepanzerter Technik. Derzeit reden wir von einer ‚Kill-Zone‘ auf beiden Seiten der Frontlinie.“
Russische Einsätze von Kampfflugzeugen und Artillerie zur Schwächung der ukrainischen Verteidigung können durch ukrainische Aufklärungsdrohnen vorhergesehen werden – so sei es den Truppen möglich, die vorrückenden Einheiten zu bekämpfen, erklärte Musytschuk.
Selenskyjs Büroleiter tritt wegen Korruptionsermittlungen zurück
Update, 16:46 Uhr: In der Ukraine ist der Leiter des Präsidentenbüros, Andrij Jermak, nach Durchsuchungen von Anti-Korruptionsermittlern in seiner Wohnung zurückgetreten. Jermak habe eine Rücktrittserklärung unterzeichnet, sagte Präsident Wolodymyr Selenskyj in einer Videobotschaft.
Ukraine-Krieg: Aktueller Streit um die Nutzung russischer Gelder
Update, 15:26 Uhr: Der belgische Regierungschef Bart De Wever richtet sich in einem Brandbrief an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und warnt vor einem Vorantreiben der Pläne für die Nutzung von in der EU festgesetzten Geldern Russlands. Neben rechtlichen und finanziellen Risiken thematisiert er dabei auch mögliche Folgen für die aktuelle US-Initiative zur Beendigung des Ukraine-Kriegs, wie die dpa berichtet. So heißt es in dem Schreiben, die EU untergrabe mit ihrem Vorgehen die Möglichkeit eines Friedensabkommens.
Bereits in den laufenden Verhandlungen zeige sich, dass russisches Staatsvermögen eine zentrale Rolle spielen werde, betont De Wever: „Diese Vermögenswerte werden vollständig verfügbar sein müssen.“ Befürworter der Verwendung russischer Gelder ist unter anderem Bundeskanzler Friedrich Merz. Der Kanzler betonte am Freitag laut Bericht der Nachrichtenagentur AFP erneut: „Wir wollen hier vorankommen als Zeichen der Stärke und als Hebel, um Moskau nun wirklich an den Verhandlungstisch zu bringen.“
USA planen offenbar drastischen Putin-Vorstoß – Krim im Fokus
Update, 14:07 Uhr: Offenbar plant die US-Regierung einen drastischen Vorstoß im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg. Wie der britische Telegraph berichtet, wollen die USA, die von Russland besetzten Gebiete in der Ukraine als Russisch anerkennen. Dazu zählt auch die Krim. Dieses Angebot soll die Delegation von Steve Witkoff kommende Woche in Moskau der Regierung von Wladimir Putin unterbreiten. „Es wird immer klarer, dass die Amerikaner sich nicht dafür interessieren, was die Europäer wollen“, sagte ein Insider laut dem Blatt. Demnach soll der US-Vorschlag den Ukraine-Krieg einem Ende näher bringen.
Die USA um Donald Trump will Wladimir Putin im Ukraine-Krieg wohl bei besetzten Gebieten entgegen kommen. © dpa/AP | Alex Brandon + dpa/TASS via ZUMA Press | Alexander KazakovPutin will Treffen mit Trump zum Ukraine-Krieg – in Ungarn
Update, 12:57 Uhr: Wladimir Putin ist laut RIA Novosti bereit für ein Treffen mit Donald Trump – in Ungarn. „Sollte sich im Laufe unserer Verhandlungen herausstellen, dass Budapest als Austragungsort genutzt wird, würde ich mich ebenfalls sehr freuen und möchte Ihnen für Ihre Bereitschaft zur Unterstützung danken“, wird der Präsident zitiert.
Update, 11:47 Uhr: Kremlsprecher Dmitri Peskow hat mit Blick auf die aktuellen Verhandlungen zum Ende des Ukraine-Kriegs erklärt, Moskau habe nach Gesprächen in Genf zwischen Vertretern Kiews, der Vereinigten Staaten und Europas die „Hauptparameter des Friedensplans“ erhalten. Laut Interfax werde in Moskau über die neuen Details diskutiert. „All diese Nuancen müssen im Laufe der Gespräche geklärt werden. Wir wollen nicht voreilig handeln oder die Diskussionen in einem öffentlichen Megafon-Format führen; das halten wir für unangemessen“, sagte der Kremlsprecher.
Update, 11:20 Uhr: Wie die ungarische Nachrichtenagentur Telex mitteilt, ist Ministerpräsident Viktor Orbán inzwischen zu seinem Treffen mit Kremlchef Wladimir Putin nach Moskau aufgebrochen. Er reise in die russische Hauptstadt, um sich für Ungarn eine bezahlbare Energieversorgung für den Winter und das kommende Jahr zu sichern, erklärte der Politiker am Morgen auf Facebook. Orbán gab eine Erklärung gegenüber den Medien ab, in der er sagte, es handle sich um einen „großen Kampf“ mit „erheblichen Schwankungen“ in ganz Europa. „Ungarn hat derzeit die niedrigsten Energiepreise in Europa. Das liegt daran, dass wir Zugang zu billigem russischem Öl und Gas haben, das im Vergleich zu internationalen Preisen preiswert ist.“
Korruptionsskandal in der Ukraine: Durchsuchung bei Selenskyj-Vertrauten
Update, 9:54 Uhr: Inzwischen gibt es weitere Details zu den Durchsuchungen im Zusammenhang mit dem Korruptionsskandal. Die Maßnahmen gegen den Kanzleichef von Präsident Wolodymyr Selenskyj seien genehmigt und Teil laufender Ermittlungen, teilten das Nationale Antikorruptionsbüro (NABU) und die Antikorruptionsstaatsanwaltschaft (SAP) in Kiew mit. Der Leiter des Präsidentenbüros, Andrij Jermak, bestätigte die Durchsuchungen in seiner Wohnung. „Es gibt keine Behinderungen für die Ermittler“, teilte der 54-Jährige in den sozialen Netzwerken mit.
Jermak gilt nicht nur als rechte Hand Selenskyjs, er ist einer der einflussreichsten Männer in dem Land und wird immer wieder als Strippenzieher und graue Eminenz bezeichnet. Er ist auch die zentrale Figur bei den laufenden Verhandlungen mit den US-Amerikanern um ein Ende des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine.
Jermak führt das ukrainische Verhandlungsteam bei den Friedensgesprächen, seine Ernennung als Delegationsleiter vorige Woche hatte Erstaunen bei politischen Beobachtern in Kiew ausgelöst, weil er wie Selenskyj im Zuge des Korruptionsskandals in Erklärungsnot geraten war.
Update, 9:25 Uhr: Wie die ukrainische Luftwaffe schreibt, haben russische Streitkräfte seit dem Abend des 27. November mit einer ballistischen Iskander-M-Rakete und 72 Drohnen angegriffen. Die ukrainische Luftverteidigung konnte 63 Drohnen zerstören. Wie es weiter heißt, wurde die Rakete von der Krim aus gestartet, während die Drohnen aus den russischen Städten Orjol, Brjansk und Millerowo eingesetzt worden. Bei etwa 50 der unbemannten Luftfahrzeuge handelte es sich um Shahed-Drohnen.
Update, 8:39 Uhr: Die Anti-Korruptionsbehörden der Ukraine haben am Morgen über eine Durchsuchung bei dem Leiter des Präsidentenbüros, Andrij Jermak, informiert. Die Maßnahmen gegen den Kanzleichef von Präsident Wolodymyr Selenskyj seien Teil laufender Ermittlungen, teilten die Behörden in Kiew mit.
Aktuelle Durchsuchungen bei Selenskyj-Vertrauten überschatten Ukraine-Krieg
Update, 8:27 Uhr: Hoher Blutzoll für den Angriffskrieg in der Ukraine: Russlands Verluste an den Frontabschnitten steigen weiter. So soll die Armee von Kremlchef Wladimir Putin bei seinen Offensiven innerhalb von 24 Stunden 1.100 Soldaten durch Tod und Verwundung verloren haben. Das teilte der ukrainische Generalstab der Ukrainska Pravda mit. Moskau bestätigt die Zahlen für gewöhnlich nicht. Nach ukrainischen Angaben hat Russland aber jetzt seit Beginn des Krieges insgesamt 1.170.790 Militärangehörige in den Kämpfen verloren.
Brisantes Treffen im Ukraine-Krieg:
Update, 6.54 Uhr: Brisantes Treffen mitten im Ukraine-Krieg: Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban will nach eigenen Angaben im Laufe des Tages den russischen Präsidenten Wladimir Putin in Moskau treffen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Orban will dem Bericht zufolge mit dem Kremlchef über Öl- und Gaslieferungen nach Ungarn und Bemühungen um einen Frieden in der Ukraine sprechen.
Ukraine-Krieg aktuell: Russland wird von Drohnen-Attacke getroffen
Update, 05:47 Uhr: Die Ukraine hat in der Nacht zu Freitag mehrere russische Städte mit Drohnen angegriffen. Betroffen waren nach Angaben des Kyiw Independent die Städte Taganrog, Smolensk und Saratow, wo militärische Ziele attackiert wurden. Bei den Angriffen soll ein Flugplatz getroffen worden sein. Aus verschiedenen Städten wurden Explosionen gemeldet. Angaben zu Opfern und Schäden lagen zunächst nicht vor. Die Attacken erfolgten parallel zu laufenden Friedensverhandlungen. Der Kreml bestätigte die Angriffe bislang nicht.
Ende vom Ukraine-Krieg in Sicht? Selenskyj will Trump zu Verhandlungen treffen
Update, 21:34 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den weiteren Fahrplan für Verhandlungen über ein Ende des Ukraine-Kriegs zwischen den USA und der Ukraine präzisiert: „Am Ende der Woche wird unser Team – gemeinsam mit amerikanischen Vertretern – die in Genf erzielten Ergebnisse weiter ausarbeiten und in eine Form bringen, die uns auf den Weg zu Friedens- und Sicherheitsgarantien führt“, kündigte Selenskyj in einem Post auf X an. Zunächst werde es ein Treffen der Delegationen geben. Für die kommende Woche kündigte Selenskyj zudem wichtige Gespräche an, an denen er persönlich teilnehmen werde: Die Ukraine werde auch dabei eine klare Position vertreten.
Update, 20:20 Uhr: Der stellvertretende Außenminister Russlands, Alexander Gruschko, hat eine Stationierung von westlichen Truppen in der Ukraine im Rahmen eines Friedensplans als „absolut ausgeschlossen“ bezeichnet. Das meldet die russische Nachrichtenagentur Interfax. Eine Stationierung von Soldaten durch die sogenannte Koalition der Willigen würde nach Ansicht Gruschkos, den gesamten Sinn und Inhalt eines Friedensabkommens untergraben.
Putin nennt Schlüsselfrage in Verhandlungen
Update, 19:36 Uhr: Russlands Präsident Putin hat die offizielle Anerkennung der Krim und des Donbas als russisches Staatsgebiet zur „Schlüsselfrage“ im Friedensprozess des Ukraine-Kriegs erklärt. „Das sollte Gegenstand unserer Verhandlungen mit der amerikanischen Seite sein“, sagte Putin der russischen Nachrichtenagentur Interfax. Man bräuchte die Anerkennung der Regionen, da zukünftige ukrainische Angriffe sonst als Versuch interpretiert werden könnten, Gebiete zurückzugewinnen, die rechtmäßig zur Ukraine gehören, führte der Kreml-Chef weiter aus.
Putin gab weiter an, dass er eine Einigung bei diesem Thema jedoch für quasi unmöglich halte. „Diejenigen, die mit uns verhandeln können und wollen, sollen das tun. Unsere Entscheidungen müssen von den wichtigsten internationalen Akteuren anerkannt werden. Das ist wichtig“, sagte der Präsident weiter. Russland kontrolliert seit 2014 de facto die ukrainische Halbinsel Krim. Durch Eroberungen im Ukraine-Krieg befinden sich auch weite Teile der Donbas-Regionen Donezk und Luhansk unter russischer Kontrolle. Internationale zählen die Gebiete jedoch weiter zum Staatsgebiet der Ukraine.
Plant Russland Angriff auf Europa? Putin nennt Vorwürfe „völligen Blödsinn“
Update, 17:30 Uhr: Russlands Präsident Putin hat Vorwürfe zurückgewiesen, wonach Russland einen Angriff auf ein weiteres europäisches Land vorbereite. Es sei eine „Lüge“ und „völliger Blödsinn“ zu behaupten, dass Russland vorhabe, Europa zu überfallen, sagte Putin. „Für uns klingt das lächerlich. Die Wahrheit ist, dass wir das nie vorhatten, aber wenn sie es von uns hören wollen, na gut, dann fixieren wir das. Keine Frage“, so Putin auf einer Pressekonferenz zum Abschluss seines Besuchs in der kirgisischen Hauptstadt Bischkek.
Putins Verbündete: Diese Länder stehen im Ukraine-Krieg an der Seite Russlands
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Putins Beteuerungen werden spätestens seit dem im Februar 2022 gestarteten Angriffskrieg gegen die Ukraine von westlichen Staatschefs immer wieder in Zweifel gezogen. Auch vor dem Überfall auf die Ukraine hatte er behauptet, dass Russland das nicht vorhabe.
Ukraine News: Putin irritiert von US-Sanktionen gegen Ölkonzerne
Update, 16:35 Uhr: Kreml-Chef Wladimir Putin hat sich über die US-Sanktionen gegen russische Ölkonzerne irritiert gezeigt. Nach dem Alaska-Gipfel mit Donald Trump habe es ein gemeinsames Verständnis dafür gegeben „wo wir standen und was getan werden musste, um die Feindseligkeiten zu beenden“, zitiert die russische Nachrichtenagentur Tass Putin. „Mein Kollege, US-Präsident Donald Trump, und ich sagten beide: Wir müssen in unsere Hauptstädte zurückkehren, nachdenken und uns mit unseren Ministerien und Verbündeten beraten.“
Weiter erklärte Putin: „Und dann verhängten die Vereinigten Staaten plötzlich Sanktionen gegen zwei unserer Ölkonzerne. Was war der Grund dafür? Ehrlich gesagt, ich habe überhaupt nicht verstanden, was da vor sich ging.“
Putin äußert sich über Witkoff-Affäre: „Zum Spionieren abkommandiert und belauschen Gespräche“
Update, 16:07 Uhr: Der russische Präsident Wladimir Putin hat sich über die Abhöraffäre zwischen US-Berater Steve Witkoff und seinem Außenpolitikberater Juri Uschakow geäußert. Auf eine Frage eines Journalisten bei einer Pressekonferenz scherzte Putin: „Vielleicht wurden einige von ihnen, wie unsere Kinder scherzhaft behaupten, zum Spionieren abkommandiert und belauschen Gespräche. Sollen sie sich doch um ihre eigenen Angelegenheiten kümmern“, zitiert die russische Nachrichtenagentur Tass den Präsidenten.
Bloomberg hatte zuvor Transkripte eines mutmaßlichen Telefongesprächs zwischen Donald Trumps Berater Witkoff und Uschakow veröffentlicht. Demnach soll Witkoff Uschakow erklärt haben, wie Putin Trump am besten von der russischen Sichtweise auf den Ukraine-Krieg überzeugen kann.
Ende des Ukraine-Kriegs: Russland stellt Forderungen
Update, 15:40 Uhr: Russland hat konkrete Forderungen an die Ukraine zur Beendigung des Krieges gestellt. Der Kreml-Chef forderte den Rückzug der Truppen aus den von Moskau beanspruchten Gebiete. „Wenn die ukrainischen Truppen die von ihnen gehaltenen Gebiete verlassen, werden wir die Kampfeinsätze beenden“, sagte Putin am Donnerstag bei einem Besuch in Bischkek, der Hauptstadt Kirgistans. „Wenn sie dies nicht tun, werden wir dies mit militärischen Mitteln erreichen“, fügte der Kreml-Chef hinzu. Zudem behauptete Putin, dass Russlands Truppen in der Ukraine aktuell schneller vorankommen würden, als zuletzt.
Ukraine sieht noch Streitpunkte im US-Friedensplan
Erstmeldung: Kiew/Moskau – Mit einem neuen Friedensplan will der amerikanische Präsident Donald Trump nach fast vier Jahren den Ukraine-Krieg beenden. So wie es aussieht, folgt der Plan dem Vorbild des brüchigen Friedens in Gaza – und kommt mit ähnlich vielen Fragezeichen. Aus Washington ist immer wieder viel Optimismus zu hören: In Kiew und Moskau hält er sich allerdings in Grenzen.
Zwar bestätigten ukrainische Beamte und der Chef des Nationalen Sicherheitsrats, Rustem Umerov, dass die Ukraine den Friedensplan akzeptiert. Allerdings erklärte eine hochrangige ukrainische Sicherheitsquelle gegenüber dem US-Sender CNN, dass es immer noch große Unterschiede zwischen dem gebe, was das Weiße Haus fordere und die Ukraine bereit sei, zu akzeptieren.
Der Ukraine geht es demnach um vor allem drei Aspekte des Friedensplans, die als größere Streitpunkte angesehen werden, die den Deal entweder zum Erfolg oder zum Scheitern bringen könnten. Der erste Punkt sei das Schicksal des Donbass in der Ostukraine. Im aktuellen Entwurf wird die Ukraine dazu aufgerufen, Donezk an Russland zu übergeben. Laut der ukrainischen Quelle wurden bei den jüngsten Gesprächen Fortschritte erzielt. Allerdings: „Es wäre sehr falsch zu behaupten, dass wir jetzt eine Version haben, die die Ukraine akzeptieren kann.“
Ukraine-Friedensplan: Kiew fordert Anpassungen in drei Hauptaspekten
Daneben geht es offenbar um die im aktuellen Entwurf festgelegte Obergrenze von 600.000 Soldaten in der ukrainischen Armee. Russland fordert eine im Hinblick auf Personal und Ausrüstung kleinere, schwächere ukrainische Armee. Die Sicherheitsquelle sagte nun, eine höhere Zahl sei im Gespräch.
Dabei bezieht sich die Quelle höchstwahrscheinlich auf 800.000 Soldaten – eine Zahl, die bei Gesprächen zwischen ukrainischen, europäischen und amerikanischen Vertretern in Genf aufkam. Dennoch fordert die Ukraine laut der Quelle weitere Anpassungen im Deal, ehe man eine derartige personelle Begrenzung der Armee akzeptiere.
Der dritte Punkt ist womöglich der heikelste Aspekt für die Ukraine: Die NATO-Mitgliedschaft. Russland fordert, dass die Ukraine das in ihrer Verfassung festgelegte Ziel der Mitgliedschaft im Militärbündnis vollständig aufgibt. Aus Kiew hieß es in den vergangenen Tagen immer wieder bezüglich dieser Forderung, man werde keine Änderungen in der Verfassung vornehmen – somit dieses Ziel nicht aufgeben. Die Sicherheitsquelle sagte, solch ein Schritt wäre ein „schlechtes Vorbild“ und würde Russland gewissermaßen ein Veto-Recht über die NATO geben.
Russland zeigt sich vorsichtig über US-Friedensplan
Auch der Kreml tastet sich bislang nur vorsichtig an den Friedensplan aus den USA an. Kreml-Chef Wladimir Putins außenpolitischer Berater Juri Uschakow sagte gegenüber russischen Medien, man sei nur mit „manchen“ Aspekten im Friedensdeal der USA einverstanden. Weitere würden „eine vorsichtige Analyse“ nötig haben.
Man sei zwar im Austausch mit den USA, allerdings habe es „keine ernsthaften Gespräche“ am Tisch gegeben. Eine offizielle Kopie des Entwurfs habe man ebenso nicht, jedoch nur mehrere inoffizielle Kopien. „Das wirkt sogar noch verwirrender“, so der Putin-Berater. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow sagte ebenso, noch sei es früh, um irgendwelche Schlüsse zu ziehen. Er warnte gegen Aussagen, die anmerken, dass ein Ende des Krieges immer näher rücke. (Quellen: CNN, TASS, eigene Recherche) (bb)