Warum sich die witzigen, bisweilen skurrilen Installationen der Aachener Künstlerin Bea Otto gut in den USA verkaufen, oder warum sich einige Menschen von Malaysia aus in die Kunstauktion des Neuen Aachener Kunstvereins (NAK) einloggen, bleibt auch Maurice Funken ein Geheimnis. Für den Leiter des NAK hat jetzt die stressigste Zeit des Jahres begonnen: Drei Wochen Benefizauktion, bei der Bilder, Objekte, Installationen online versteigert werden. „Es ist eigentlich ein absoluter Alptraum“, sagt Funken und lacht. Aber ohne die jährliche Auktion des NAK „können wir den Laden dichtmachen“, fasst er es pointiert zusammen. Etwa die Hälfte des Jahresprogramms könne der Kunstverein mit der Auktion stemmen. Meist sind die Online-Auktionen sehr erfolgreich: „Etwa Dreiviertel des Angebots wird verkauft. Nur in einem Jahr lief der Verkauf etwas schleppender“, sagt Maurice Funken. Etwa 50 Prozent des Erlöses gehen an die Künstlerinnen und Künstler, der Rest fließt in den Kunstverein.