In der bekannten SAT.1-Dating-Show „Hochzeit auf den ersten Blick“ begegnen sich heiratswillige Singles traditionell zum ersten Mal vor dem Standesbeamten. Doch dieser magische „erste Blick“, der die Show prägt und sie zu einem der erfolgreichsten Formate des Senders macht, nahm in der aktuellen Staffel eine ungewöhnliche Wendung. Die „Bild“ berichtete, dass in den bisherigen zwölf Staffeln noch nie dagewesenes passiert ist: Ein Paar traf sich bereits vor der Sendung.
Heimlich getroffen
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Die Geschichte von Michelle und Marlon erinnert an ein Hollywood-Drehbuch. Während Michelle, eine Anlageassistentin aus Kornwestheim, die Show vorbereitete, erfuhr sie zufällig den Vornamen und den Wohnort ihres zukünftigen Ehemanns. Marlon, ein Großhandelskaufmann aus Überlingen am Bodensee, weckte ihre Neugier. Sie suchte online nach ihm und stieß dabei auf seine Social-Media-Profile. Die beiden tauschten sich kurz aus und verabredeten sich heimlich zu einem Treffen, ohne die Produktionsfirma, den Sender oder die drei Matching-Experten einzuweihen. Selbst bei der Hochzeit bemerkte niemand etwas, da Michelle und Marlon ihre Rollen überzeugend spielten.
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Erst im Nachhinein informierten Bekannte von Marlon die Produktionsfirma darüber, dass diese Hochzeit keineswegs auf den vielbeschworenen ersten Blick beruhte, berichtet die Bildzeitung. Die beiden Show-Experten Beate Quinn und Markus Ernst zeigten sich enttäuscht und betonten unisono: „Man hat uns getäuscht.“
Auf Nachfrage der Bildzeitung erklärte Michelle: „Ich erfuhr den Namen meines Partners vorab, und das Treffen gab mir in dieser überwältigenden Situation viel Sicherheit.“ Marlon fügte hinzu: „Ich hatte fest vor, die Frau zu heiraten, die sich bei mir meldete.“

Marlon und Michelle während der Trauung bei „Hochzeit auf den ersten Blick“ (Foto: Joyn / Markus Hertrich)
Szenen waren schon abgedreht
Die aktuelle Folge, die seit Dienstagabend auf Joyn verfügbar ist und am 2. Dezember um 20.15 Uhr auf SAT.1 ausgestrahlt wird, greift diesen Vorfall auf. Quinn und Ernst sprechen die beiden in Einzelgesprächen direkt darauf an, woraufhin sie alles gestehen. Die Produktion hat beschlossen, die bereits gedrehten Hochzeits- und Flitterwochen-Szenen unverändert zu lassen.
Wie die Bildzeitung weiter berichtet, prüfen Sender und Produktion nun, welche Konsequenzen sie ziehen können. Sie denken dabei unter anderem darüber nach, die Kosten – etwa für die Flitterwochen – zurückzufordern. Außerdem wollen sie die Kandidatenverträge überarbeiten, um zukünftige Regelverstöße klar zu sanktionieren.



