Juso-Chef Philipp Türmer hat die Junge Union (JU) vor dem Hintergrund der Rentendiskussion scharf kritisiert. Die jungen Unions-Politiker sprächen nicht für ihre Generation, sondern
führten die Debatte „aus der Perspektive von Trustfund-Babies, die
Bomberjacken tragen“, sagte Türmer auf dem Bundeskongress der
SPD-Jugendorganisation in Mannheim. „Das sind keine Reformvorschläge,
das ist Enkeltrickbetrug – und da machen wir nicht mit.“
Junge Menschen machten sich vor allem Sorgen, dass ihre Rente im Alter nicht zum Leben reichen werde. „Wir müssen dafür sorgen, dass auch wir, wenn wir mal in Rente gehen, von unserer Rente leben können“, sagte der Juso-Chef weiter.
Die Junge Union dagegen wolle kürzen und die Menschen länger arbeiten lassen. „Unser Bundeskanzler ist doch das beste Beispiel, dass man vielleicht nicht bis 70 arbeiten sollte“, sagte Türmer mit Blick auf Friedrich Merz (CDU). In der Bundesregierung brauche es andere Führungsspieler, die SPD müsse diese Rolle einnehmen und endlich wieder auf Angriff spielen.
Die 18 Abgeordneten der Jungen Gruppe von CDU und CSU im Bundestag
drohen seit Wochen mit einer Blockade der Regierungspläne zur
Stabilisierung des Rentenniveaus. Grund sind die langfristigen Kosten
zur Absicherung des Rentenniveaus bei 48 Prozent.
Die Spitzen von Union
und SPD hatten sich
in der Nacht zum Freitag im Koalitionsausschuss darauf verständigt, das
Rentenpaket unverändert in den Bundestag einzubringen. Um die Kritiker
zu befrieden, wurde im Koalitionsausschuss ein Entschließungsantrag zum
Rentenpaket vereinbart, der weitere Reformen in Aussicht stellt.
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Die Vertrauensfrage
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Rentenreform beschlossen – und alles wieder gut?
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Dieser Kompromiss ist eine Chance