Dresden (Sachsen) – Für diesen Giganten der Stollenbäckerkunst wurden alleine mehr als 500 Kilogramm Dresdner Stollenmehl verbacken.

Rund 275 Stollenplatten haben die Dresdner Stollenbäcker laut „Allgemeiner BäckerZeitung“ vorab für den XXL-Striezel hergestellt – jede von ihnen 60 mal 40 Zentimeter groß und etwa sieben Kilogramm schwer. Sie wurden dann mit einer Maschine in rund 3300 kleinere Bausteine zerlegt und natürlich beim Basteln des Riesen-Stollens mit reichlich Butter, Rosinen, Zucker und Puderzucker abgerundet.

Sieben Stunden wurde für den Stollen gepuzzelt

35 Bäcker sowie etliche Helfer brauchten nach Angaben des Schutzverbandes Dresdner Stollen e.V. sieben Stunden, um das Monstergebäck zusammenzupuzzeln. Das Ergebnis: ein gigantischer Striezel von 2,80 Metern Länge und 1,40 Metern Breite.

Der Stollen wurde direkt auf dem Umzugswagen zusammengesetzt

Der Stollen wurde direkt auf dem Umzugswagen zusammengesetzt

Foto: Sebastian Kahnert/dpa

Zum Stollenfest wird er angeschnitten

Am 6. Dezember wird das Gebäck feierlich wie ein Star beim Stollenfest durch Dresden (Sachsen) kutschiert und anschließend auf dem Striezelmarkt angeschnitten.

Angekündigt ist ein Umzug durch die sächsische Landeshauptstadt mit 500 Teilnehmern – angeführt vom Dresdner Stollenmädchen, der angehenden Konditorin Johanna Worm (17). Start ist um 10 Uhr am Kulturpalast. Die Route des rund einstündigen Umzugs führt am Residenzschloss vorbei, entlang des Fürstenzuges zur Frauenkirche und wieder zurück.

Wer ein Stück vom Riesen-Stollen ergattern will, sollte sich an diesem Tag besser beeilen – der Ansturm dürfte gewaltig werden. 500 Gramm kosten diesmal 10 Euro.

Hatte alles im Blick: Johann Worm (17), das Dresdner Stollenmädchen

Hatte alles im Blick: Johanna Worm (17), das Dresdner Stollenmädchen

Foto: Sebastian Kahnert/dpa

Dresdner Rekord-Stollen wog 4,2 Tonnen

Das Fest rund um den Riesen-Striezel wird seit 1994 gefeiert und vom Schutzverband Dresdner Stollen nach historischem Vorbild ausgerichtet. Seither wurden laut Schutzverband exakt 91.918 Kilogramm des süßen Gebäcks hergestellt – das entspreche etwa dem Gewicht von 37 Elefanten. Den bisher mächtigsten Stollen in der 30-jährigen Festtradition gab es übrigens im Jahr 2000. Damals brachte er 4,2 Tonnen auf die Waage.

Traditionell fand wieder die Puderzucker-Taufe statt

Traditionell fand wieder die Puderzucker-Taufe statt

Foto: Sebastian Kahnert/dpa

So lange gibt es Dresdner Christstollen schon

Die Ursprünge des Traditionsgebäcks reichen bis ins Mittelalter zurück. Seitdem hat er sich zu einem Symbol der Weihnachtszeit entwickelt.

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Der erste schriftliche Nachweis eines „Stollens“ stammt aus dem Jahr 1329 in Naumburg (Saale). Der Dresdner Christstollen wurde laut Dresdner Schutzverband im Jahre 1474 auf einer Rechnung des christlichen Bartolomai-Hospitals erstmals urkundlich erwähnt.