Das Gemälde „Zwei Frauen“ von Carl Schmidt-Rottluff aus dem Jahr 1914 gilt als eines der wichtigsten Werke des Wuppertaler Von der Heydt Museums. Nun ist klar: Das Bild kann dort bleiben. Das Museum hat es dafür erst an die rechtmäßigen Besitzer zurückgegeben und dann gekauft. Für die Generalsekretärin der Kulturstiftung der Länder, Christine Regus, steht die Geschichte des Bildes beispielhaft für das Unrecht, das jüdischen Kunstsammlern während des Nationalsozialismus angetan wurde. Denn die rechtmäßigen Besitzer waren die Erben des Erfurter Schuhfabrikanten Alfred Hess. Die Familie musste vor den Nazis fliehen und Teile ihrer expressionistischen Sammlung zurücklassen. Die „Zwei Frauen“ landeten über einen Kunsthändler im Museum. Für weitere Fälle von NS-Raubkunst hat gerade eben ein neues Schiedsgericht seine Arbeit aufgenommen.