Standdatum: 2. Dezember 2025.
Der als Sekundenkleber-Mann bekannt gewordene Bremer ist heute verurteilt worden: wegen Sachbeschädigung in 27 Fällen.
Bild: Radio Bremen
Ein Mann hatte in Bremen letztes Jahr 27 Schlösser mit Sekundenkleber verstopft und dadurch unbrauchbar gemacht. Nun steht seine Strafe fest.
Der 65-Jährige kommt mit einem Jahr Freiheitsstrafe auf Bewährung davon. Möglich wären zwei Jahre Haft oder eine Geldstrafe gewesen. Durch seine Taten war ein Gesamtschaden von über 20.000 Euro entstanden.
Das Gericht hatte das Geständnis des Mannes positiv gewertet. Außerdem habe der Angeklagte laut dem Gericht glaubhaft machen können, dass er sich auf die Suche nach einem Therapieplatz begeben wird – eine Auflage des Gerichts. Außerdem muss er mit der Bewährungshilfe kooperieren. Die Bewährungszeit beträgt drei Jahre.
Bisherige Therapieplatz-Suche nicht erfolgreich
Laut eigener Aussage hatte der Angeklagte bereits vor mehreren Jahren die Suche nach einem Therapieplatz begonnen. Da er allerdings nicht auf ein Mobiltelefon oder das Internet zurückgriff, sondern per Brief kommunizierte, gestaltete sich die Kontaktaufnahme schwierig. Zusätzlich erschwerten ehrenamtliche Aufenthalte in Mittel- und Südamerika seine bisherige Suche. Dass er die Suche nun fortsetzt, muss er dem Gericht von nun an regelmäßig nachweisen.
Dieses Thema im Programm:
buten un binnen un 6, 2. Dezember 2025, 18:00 Uhr