v.l. Christoph Baumgartner Leipzig, 14 schiesst Tor.

Stand: 02.12.2025 22:53 Uhr

RB Leipzig ist im DFB-Pokal-Achtelfinale gegen den mitteldeutschen Rivalen 1. FC Magdeburg seiner Favoritenrolle gerecht geworden. Trotz frühen Rückstands gewann der Bundesligist gegen allerdings mutige Magdeburger. Überschattet wurde die Partie vom Todesfall eines Fans.

Fan-Atmosphäre im Stadion Leipzig.

Bundesligist RB Leipzig hat sich im brisanten DFB-Pokal-Achtelfinale gegen den 1. FC Magdeburg durchgesetzt. In einem temporeichen mitteldeutschen Duell gewann der Erstliga-Zweite gegen das munter mitspielende Zweitliga-Schlusslicht am Dienstag mit 3:1 (2:1). Die Gäste, die vor allem in der ersten Halbzeit einen mutigen Auftritt an den Tag legten, gingen durch Gnaka per Foulelfmeter in Führung (11.). Das Team von Ole Werner antwortete mit Toren von Antonio Nusa (19.) und Christoph Baumgartner (29./54.). Der zweifache DFB-Pokalsieger RB ist damit bei der Viertelfinal-Auslosung am 7. Dezember mit dabei. Gespielt wird im Februar 2026.

Überschattet wurde die Begegnung in Leipzig von einem Todesfall: Vor dem Spiel musste ein Anhänger notbehandelt werden und verstarb auf dem Weg ins Krankenhaus. Da es anfangs hieß, dass es sich um einen Leipziger Fan handele, verzichteten die RB-Fans auf lautstarken Support. Erst in der zweiten Halbzeit wurde klar, dass es sich bei dem Verstorbenen um einen Anhänger des 1. FC Magdeburg handelt.

Magdeburgs Silas Gnaka trifft vom Punkt.

FCM mutig und stark

Die Magdeburger begannen respektlos im positiven Sinne, spielten mutig nach vorn und hatten auch durch Nollenberger die erste dicke Chance (7.). RB-Keeper Vandevoordt rettete hier noch stark. Drei Minuten später beim Foulelfmeter von Gnaka war er dann aber machtlos. Michel war zuvor im Strafraum durch Orban zu Fall gekommen – der Elfmeterpfiff war eine zumindest harte Entscheidung. RB tat sich jedenfalls schwer, kam nur langsam ins Spiel. Immerhin die Effizienz stimmte: Nusa nutzte gleich seine erste Schussgelegenheit präzise aus 20 m zum Ausgleich (19.). Magdeburg schockte das nicht, sorgte vor allem über die linke Seite (Atik/Nollenberger) für viel Gefahr. Und das änderte sich auch nicht nach Leipzigs 2:1 durch einen Chipball von Baumgartner (29.). Der FCM war mindestens gleichwertig.

Christoph Baumgartner gleicht aus.

RB macht den Deckel drauf

Nach der Pause war das Bild allerdings erst mal ein anderes. Denn RB kam mit viel mehr Schwung aus der Kabine, spielte nun auch wie ein klarer Favorit und machte durch Baumgartner das 3:1 (54.). Die Vorarbeit, ein Querpass in den Strafraum, hatte der sehr agile Nusa geleistet. Die Magdeburger fingen sich erst nach etwa 65 Minuten, verlagerten das Geschehen dann wieder zunehmend in die Leipziger Hälfte. Dabei sorgten sie für zahlreiche brenzlige Situationen im RB-Strafraum. Allerdings so richtig zwingende Abschlüsse sprangen dabei nicht heraus – was jedoch auch an der Leipziger Defensive lag, die eine Magdeburger Angriffswelle nach der nächsten mal souverän, mal mit etwas Glück wegverteidigte.

Mitteldeutscher Rundfunk