Standdatum: 3. Dezember 2025.
Autorinnen und Autoren:
Jonas Wronna
Der Mann hat vor dem Landgericht Bremen gestanden, seinen Sohn getötet zu haben. (Symbolbild)
Bild: Radio Bremen | Inès Schumann
Das Landgericht verhandelt neu, weil der Bundesgerichtshof das erste Urteil aufgehoben hatte. Im vorherigen Prozess war der Mann zu 13 Jahren Haft wegen Mordes verurteilt worden.
Der 48-Jährige wurde nach dem Urteil im April 2024 in einer psychiatrischen Klinik untergebracht. Dem Bundesgerichtshof (BGH) reichte die Begründung des Bremer Landgerichts zur Schuldfähigkeit des Angeklagten allerdings nicht aus.
Aus Sicht des BGH war nicht ausreichend geklärt, ob der Angeklagte tatsächlich stark vermindert schuldfähig war. So hatte es das Landgericht ursprünglich entschieden, die Staatsanwaltschaft legte erfolgreich Revision ein.
Mann hat Tat zugegeben
Seit Ende September verhandelt deshalb eine andere Kammer des Bremer Landgerichts den Fall erneut. In dem neuen Prozess gestand der 48-Jährige noch einmal, seinen Sohn im Schlaf umgebracht zu haben.
Der Angeklagte hatte seinem Sohn, der fürs Wochenende bei ihm zu Besuch war, im September 2023 zunächst Schlaftabletten gegeben und ihn dann mit einem Küchenmesser getötet. Die Eltern des Kindes hatten sich ein Jahr zuvor getrennt. Laut erstem Urteil konnte der Mann nicht akzeptieren, dass seine Ex-Frau einen neuen Partner hatte. Der Angeklagte sagte zudem aus, er habe befürchtet, sein Junge könne später einmal drogensüchtig werden und im Gefängnis landen.
Am Mittwochmittag sollen die Plädoyers gehalten werden. Die Entscheidung könnte noch am Nachmittag verkündet werden.
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Quelle:
buten un binnen.
Dieses Thema im Programm:
butenunbinnen.de, „Erstochener 7-Jähriger in Bremen: Weiteres Urteil gegen Vater erwartet“, 3. Dezember 2025, 08:40 Uhr
