Kiel. Der Allgemeine Studierendenausschuss (Asta) der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) ruft für Donnerstag, 4. Dezember, erneut zu einer Demonstration gegen die Erhöhung von Studiengebühren an allen schleswig-holsteinischen Hochschulen auf. Die Landesregierung plant eine Verwaltungsgebühr von 60 Euro für jeden Studenten ab dem kommenden Semester.
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Seit Monaten kritisieren Studierende in Schleswig-Holstein dieses Vorhaben. Sie hatten bereits im Januar, März und Juni gegen diese Gebühr demonstriert.
Den Studierenden geht es auch um Bildungsgerechtigkeit. Schon jetzt könnten sich nicht alle ein Studium leisten. „Wir sehen die Gefahr, dass zusätzliche Gebühren den Hochschulzugang erschweren und gleichzeitig die strukturelle Unterfinanzierung der Hochschulen nicht lösen“, sagt Max Härtel, Sprecher der Landes-Asten-Konferenz.
Studierende in SH belasten steigende Kosten
Aufgrund der aktuellen Haushaltslage werden die Mittel der Universitäten in Schleswig-Holstein gekürzt. Dieses finanzielle Loch soll mit Geld, das durch die Verwaltungsgebühr eingenommen wird, gefüllt werden. Weil aber zum nächsten Semester auch andere Kosten steigen, kommt es insgesamt zu einer Erhöhung des Semesterbeitrags um 102,40 Euro im Vergleich zum Sommersemester 2025.
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Für viele Studierende, die zusätzlich auch mit steigenden Lebenshaltungskosten und explodierenden Mieten zu kämpfen haben, sei das ein unhaltbarer Zustand – zumal der Bafög-Satz nicht mit der allgemeinen Teuerung mithalten könne. Außerdem erhalten nicht alle Bafög und sind neben ihrem Studium auf Minijobs oder Unterstützung von Eltern angewiesen.
Asta in Kiel: Studentische Proteste können Politik zum Umdenken bewegen
Deshalb ruft nicht nur der Asta der CAU zur Demonstration gegen diese Gebühren auf. Auch andere Unis wie die Europauniversität Flensburg mobilisieren ihre Studierenden, für den Protest nach Kiel zu kommen.
Im Aufruf an die Studierenden schreibt der Asta-Vorstand der Kieler Universität: „Für uns ist klar: Kürzen trennt – Bildung verbindet.“ Studentische Proteste hätten in der Vergangenheit bewiesen, dass „wir die Politik zum Umdenken bewegen können, wenn wir viele und laut sind“.
Auch Senat und Präsidium der Universität unterstützen diesmal den studentischen Protest. In einer Stellungnahme rufen sie alle CAU-Mitglieder zur Teilnahme auf.
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Die Demonstration soll im Anschluss an die studentische Vollversammlung um 13 Uhr am Campus der CAU beginnen. Von dort aus führt sie zum Landtag, wo zur selben Zeit im Bildungsausschuss über die Verwaltungsgebühr beraten wird.
KN