Eving verliert eine prägende Stimme
Ex-Bezirksbürgermeister Böttger gestorben


Redakteur


Werner Böttger wohnte zeitweise im Schacht V der Zeche Minister Stein, Am Beisenkamp. Dort in der Nähe ist 2019 auch dieses Foto entstanden. © Oliver Schaper (A)

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Der ehemalige Evinger SPD-Bezirksvorsteher beziehungsweise Bezirksbürgermeister Werner Böttger ist im Alter von 89 Jahren gestorben. Das wurde am Mittwoch (3.12.) aus SPD-Kreisen bekannt. Böttger, vielen als „Lindenhorster Bär“ bekannt, gilt als prägende Figur der Evinger Kommunalpolitik. Der frühere Betriebsführer der Zeche Minister Stein engagierte sich über Jahrzehnte in der Awo und im SPD-Ortsverein Lindenhorst. Er wohnte zeitweise im Gebäude des Schachts V der Zeche Minister Stein, wo seine Frau eine Gastronomie betrieb.

Böttger gehörte von 1979 bis 2004 der SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung an, deren Sprecher er bis 1984 war. Anschließend wirkte er zehn Jahre als stellvertretender Bezirksvorsteher, ehe er von 1994 bis 2004 das Amt des Bezirksvorstehers – später Bezirksbürgermeisters – übernahm. Weggefährten wie Peter Wieseler beschreiben ihn als „streitbar, aber gerecht“.

Besonders verbunden bleibt sein Name mit dem Ausbau der Stadtbahnlinie U41 entlang der B54. Böttger setzte sich dafür ein, der Strecke zwischen Grävingholz und Brechten einen eigenen Gleiskörper zu geben, nachdem es auf der engen Straße vorher mehrfach schwere Unfälle gegeben hatte. Das Projekt war umstritten, weil dafür ein Teil des Grävingholz-Waldes weichen musste – für Böttger dennoch ein notwendiger Schritt zur Verkehrssicherheit.