Der Tag des Lehrens und Lernens, der am 27. November 2025 zum bereits 13. Mal an der CAU stattfand, stand dieses Jahr unter dem Motto „Zukunftsenergie – Was treibt uns an?“. Ein Thema, das nicht nur das Wissenschaftsjahr 2025 widerspiegelt, sondern auch den individuellen Antrieb für Lehre und Lernen aufgreift. Auch in diesem Jahr versammelten sich wieder zahlreiche Akteur*innen aus Lehre, Studium, Verwaltung und Praxis, um zu reflektieren, wie die Lehre der Zukunft gestaltet werden kann und welche Energien uns dazu befähigen. Die Veranstaltung war gefüllt von sowohl praktischen als auch philosophischen Impulsen zu den Herausforderungen und Chancen im Bereich der Hochschulbildung.
Durch den Tag wurden die Teilnehmenden von vier Schwerpunkten begleitet, die zu einer intensiven Auseinandersetzung anregten: Der erste Schwerpunkt war Zukunftsenergie für Mitbestimmung, bei dem die Themen Demokratie und Demokratiebildung in den Mittelpunkt gestellt wurden. Hier konnten sich Studierende und Lehrende darüber informieren, wie diese Werte aktiv in den Hochschulalltag integriert werden können. Der zweite Schwerpunkt, Zukunftsenergie für meine Lehre, widmete sich der zunehmenden Rolle von Künstlicher Intelligenz in Studium und Prüfungen und zeigte auf, wie der Umgang mit einer heterogenen Studierendenschaft und ihren individuellen Bedürfnissen weiterentwickelt werden kann. Im Bereich Zukunftsenergie für meine Studierenden stand der Student-Life-Cycle im Fokus, bei dem die Teilnehmenden in Workshops Lösungen für zukünftige Herausforderungen des Studiums entwickelten und sich über Fördermöglichkeiten und Engagement-Optionen informierten. Schließlich beschäftigte sich der vierte Schwerpunkt, Zukunftsenergie für mich, mit der persönlichen Motivation für Lehre und Lernen. Hier wurde über die Bedeutung von Bewegung und Resilienz im Alltag gesprochen, um eigene Energie zu schöpfen und die Lehre langfristig aktiv und inspirierend zu gestalten.
Über Bereitschaft, Mut, und Lehre als begleitender Ort
Das Grußwort sprach Prof. Dr. Markus Hundt. Er unterstrich er die Bedeutung von Energie – sowohl im metaphorischen als auch im praktischen Sinne – für die Lehre: „Die eigene Energie für Ziele und Visionen zu finden, ist eine der wichtigsten Aufgaben, wenn wir Lehre und Lernen der Zukunft gestalten wollen“, sagte der Vizepräsident für Studium und Lehre. Dabei betonte er, dass es nicht nur um die eigene Motivation geht, sondern auch darum, wie man als Lehrende*rdiese Energie weitergeben kann, um Studierende zu unterstützen und zu motivieren. Um das Miteinander von Lehrenden und Studierenden ging es auch in der Keynote von Prof. Dr. Nicole Zaruba von der Hochschule Magdeburg-Stendal. Ihr Vortrag „Zukunftsenergie für Lehre: Studierende in einer sich verändernden Welt begleiten“ widmete sich den Herausforderungen, denen Studierende heutzutage begegnen, und den Rollen, die Lehrende in diesem Kontext spielen. Prof. Zaruba sprach über die Bedeutung von innovativen Lehrmethoden und einer modernen Didaktik, die Studierende in ihrer Vielfalt und mit ihren verschiedenen Bedürfnissen anspricht. „Lehre ist ein Ort der Weitergabe von Wissen, aber auch von Erfahrungen und Perspektiven, die Studierende auf ihrem Weg begleiten“, so Prof. Zaruba.
Ihr klares Fazit: Studierende sind eine heterogene Gruppe, die oft mit multiplen Herausforderungen konfrontiert ist. Es liege an den Lehrenden, diese Vielfalt zu erkennen und ihre Lehre entsprechend anzupassen. Durch die richtige Haltung und Didaktik können Lehrende ihre Studierenden befähigen, die Herausforderungen des Studiums zu meistern. Es lohne sich, die eigene „Lehrenergie“ in transparente Anforderungen, kooperative Lernformate und eine zugewandte, professionelle Beziehung zu investieren.