Der Supermond strahlt am Himmel über Kathmandu (Nepal).

Stand: 04.12.2025 14:38 Uhr

In der kommenden Nacht wird ein „Supermond“ am Himmel stehen. Ein Vollmond, der der Erde so nahe ist, wird danach erst wieder Ende 2026 erwartet. Und so hoch wie in diesem Jahr wird er wohl lange nicht mehr stehen.

Von Leila Boucheligua und Franziska Ehrenfeld, SWR

Ein Vollmond, der besonders groß und hell ist – auch „Supermond“ oder „Supervollmond“ genannt – zeigt sich am Freitag, dem 5. Dezember. Schon einen Tag vorher um 12:06 Uhr kommt der Mond auf seiner elliptischen Bahn der Erde in diesem Monat am nächsten – und mit einer Distanz von nur 357.000 Kilometern näher als in den meisten anderen Monaten.

Mit dem Sonnenuntergang am Donnerstag geht der Mond auf. Astronomisch ist er dann aber streng genommen noch kein Vollmond, sondern erst ab 00:14 Uhr in der Nacht zum Freitag. In dieser Nacht wird der Mond außerdem so hoch stehen wie erst im Jahr 2042 wieder. Das Problem daran ist: Je höher der Mond am Himmel steht, desto kleiner erscheint er uns – er wird dann also gar nicht so „super“ aussehen.

Erdnaher Mond wirkt besonders groß

Deshalb empfiehlt es sich, schon etwas früher Ausschau zu halten, sobald es dunkel geworden ist. Aufgehen wird der Mond schon ungefähr um 14.30 Uhr.

Ein besonders erdnaher Mond wirkt etwa 14 Prozent größer und 30 Prozent heller, als wenn er am erdfernsten steht. Dieser Unterschied entspricht dem zwischen einer Ein-Euro und einer Zwei-Euro-Münze.

Höhe am Himmel wichtiger als Entfernung des Mondes

Ausschlaggebend dafür, wie groß wir den Mond wahrnehmen, ist tatsächlich weniger die Entfernung des Mondes zur Erde als vielmehr seine Nähe zum Horizont, sagt Björn Voss, Direktor des Planetariums Hamburg.

Je näher der Mond noch dem Horizont ist, desto größer erscheint er uns, weil zum Beispiel Gebäude oder Bäume im Vordergrund sind, die das Ganze in ein Verhältnis setzen.

Wenn der Vollmond tief am Himmel steht, dann vergleicht unser Gehirn ihn mit anderen Objekten in der Landschaft, zum Beispiel Gebäude oder Bäume. Dadurch wirkt er meist eindrucksvoller als wenn er hoch am Himmel steht, erklärt Björn Voss. Das bezeichnet man als „Mondtäuschung“.

2026 wird es nur einen Supervollmond geben

Die Bezeichnung „Supermoon“, also „Supermond“, kam Ende der 1980er-Jahre erstmals in den USA auf. Das ist allerdings nur ein umgangssprachlicher Begriff, der in der Astronomie nicht verwendet wird.

Der nun anstehende „Supervollmond“ wird der Dritte im Jahr 2025 – nach denen am 7. Oktober und am 5. November. Im Jahr 2026 wird es nur einen geben und das auch erst an Heiligabend, am 24. Dezember 2026.