Die Stellungnahme verweist auch auf die falsche Annahme, Pflegeeinrichtungen seien grundsätzlich gewinnorientierte Unternehmen, in denen unklar bleibe, wo das Geld hinfließe. Die Träger seien massiven Kostenbelastungen ausgesetzt, ohne Möglichkeiten für finanzielle Spielräume. „Viele Einrichtungen der Altenhilfe kämpfen ums Überleben, nicht um Rendite“, sagte Baumann. „Gemeinnützige Träger wie die Caritas reinvestieren jeden Euro in die Versorgung und die Verbesserung der Lebensqualität der Bewohner.“

Auch dem Bild, dass Sedierungen, Fixierungen und fehlende Grundversorgung zur Tagesordnung gehörten, widersprach Baumann. Dies sei weder gesetzlich möglich noch in Caritaseinrichtungen aus menschlicher Sicht denkbar. „Jeder Fehler ist einer zu viel – aber ihn als symptomatisch für die Pflege zu verkaufen, schadet dem Vertrauen und verkennt die Realität vieler Einrichtungen.“

Einladung an Sawatzki und WN

Die DiAG machte sich dafür stark, differenziert auf die Altenpflege zu schauen. Pauschale Aussagen beschädigten nicht nur den Ruf engagierter Einrichtungen, sondern auch das Vertrauen von Angehörigen, Bewohnerinnen und Bewohnern. „Wer alle über einen Kamm schert, übersieht die vielen positiven Beispiele, in denen Altenhilfe funktioniert: mit Herz und Kompetenz“, heißt es in der Mitteilung. 

Die Teilnehmenden planen, sowohl die Schauspielerin Andrea Sawatzki als auch einen Vertreter der WN-Redaktion in eine katholische Einrichtung einzuladen, damit sie die Realität der Caritas-Arbeit in der Altenpflege kennenlernen können.