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Jedes Jahr sucht das Magazin „Time Out“ die coolsten Straßen der Welt – jetzt steht fest, welche Orte 2025 ganz vorn liegen. Der Sieg geht nach Rio de Janeiro, doch auch Deutschland landet in den Top 10.
Zwischen Hauptstraßen und versteckten Gassen entdecken die Macher von „Time Out“ das echte Leben einer Stadt. Für ihr Ranking haben lokale Redakteure und Experten 31 Straßen nach Essen, Trinken, Kultur, Spaß und Gemeinschaftsgefühl bewertet. TRAVELBOOK (gehört ebenfalls zu Axel Springer) zeigt die besten sieben Plätze – und wo Deutschland in diesem Jahr landet.
Rua do Senado, Rio de Janeiro
Die Rua do Senado im Herzen von Rio wurde zur coolsten Straße der Welt gewählt. Einst bekannt für Antiquitätenläden und ein leicht verruchtes Bohème-Flair, erlebt sie gerade ein lebendiges Comeback. Zwischen alten Stadthäusern und Bars aus der Jahrhundertwende pulsiert wieder das Leben.
An Samstagen verwandelt sich die Straße in eine große Tanzfläche. Das Samba do Armazém Senado hat hier Tradition. Restaurants wie Lilia und die Labuta Bars bringen moderne Küche und kreative Drinks in historische Mauern.
Gegenüber arbeitet das Kunstkollektiv Solar dos Abacaxis im Teil einer ehemaligen Fabrik. Dort entsteht bald Rios neuer Zentralmarkt mit rund 40 Geschäften und Restaurants. Die Rua do Senado zeigt, wie authentisch und gleichzeitig aufregend Rio sein kann.
Orange Street, Osaka
Nur wenige Schritte vom Einkaufsviertel Shinsaibashi liegt die Orange Street. Früher ein Paradies für Antiquitäten, wurde sie in den 2010er Jahren zum Zentrum internationaler Streetwear. Heute mischen sich Vintage und Moderne.
In umgebauten Altläden finden sich Designerboutiquen, Secondhand-Möbel und Retro-Kaffeehäuser wie Oh! Oui Oui, in denen man Kaffee aus Hermès- und Gucci-Tassen trinkt.
Takoyaki-Stände, Bagel-Bäckereien und Concept-Stores prägen die Straße. Sie ist ruhiger als die Umgebung, aber dennoch zentral – ein Ort, der Osakas Geschichte von Retro bis High Fashion erzählt.
Rua do Bonjardim, Porto
Fast einen Kilometer zieht sich Portos Rua do Bonjardim durch die Innenstadt. Nah an Sehenswürdigkeiten, aber weit genug vom Touristentrubel, wächst hier ein neuer Hotspot.
Traditionelle Lebensmittelläden und alte Cafés stehen neben modernen Restaurants wie Luffa oder dem Wein- und Kunstraum Ottto.
Klassiker wie Conga mit seinen Bifanas (Schweinefleischsandwichs) und Antunes mit Schweinehaxen bleiben bestehen. Neue Bäckereien und Concept-Stores kommen dazu. Im Süden liegt das Rivoli-Theater, eines der wichtigsten Kulturhäuser Portos.
Fanghua Street, Chengdu
Kaum eine Straße zeigt das moderne Chengdu so gut wie die Fanghua Street. Früher eine stille Wohngegend, heute ein Treffpunkt für Kreative und Genießer. Alte Häuser wurden restauriert, bunte Wandmalereien prägen das Bild.
Cafés werden abends zu Bars, Studios verkaufen handgefertigten Schmuck. Anwohner spielen Mahjong hinter Glasfassaden in den Gemeinschaftszentren.
Zwischendurch duftet es nach würzigen Chengdu-Snacks. Wer das echte Alltagsleben sehen will, setzt sich hier mit Tee oder Bier an den Straßenrand.
Sherbrooke Street West, Montréal
Die Sherbrooke Street West führt durch das „Golden Square Mile“. Schon im 19. Jahrhundert ein Symbol für Wohlstand, ist sie heute ein Hotspot für Kultur und Lifestyle. Hier liegen das McCord Stewart Museum und das Montreal Museum of Fine Arts.
Dazu kommen Hotels wie das Sofitel und das Ritz-Carlton, in dem bis heute Afternoon Tea serviert wird.
In der Straße liegen Boutiquen, Vintage-Läden, Cafés und internationale Küche von Französisch bis Indisch.
Montague Road, Brisbane
Die Montague Road in West End war einst ein verschlafenes Industriegebiet. Jetzt ist sie ein kreativer Mittelpunkt. Am nördlichen Ende liegt das Queensland Ballet im restaurierten Thomas-Dixon-Centre, am anderen das Queensland Theatre Company.
Dazwischen blüht Brisbanes Kunstszene. Preisgekrönte Kaffeeröstereien, Pubs, Eis und koreanisches Streetfood locken Besucher.
An Samstagen finden hier die West End Markets statt – mit Streetfood, Musik und frischen Produkten.
Maybachufer, Berlin
Berlin bleibt cool – auch wenn sich die Szene verändert. Während ein „Clubsterben“ einsetzt, blüht am Maybachufer das Leben. Der 1,5 Kilometer lange Abschnitt im Reuterkiez pulsiert zwischen Spätis, Flohmärkten und Streetfood.
Unter Weiden klirren Bierflaschen, Radfahrer radeln am Wasser entlang. Dienstags und freitags findet der Wochenmarkt am Maybachufer statt, auch „Türkischer Markt“ genannt.
Samstags gibt es den „Neuköllner Stoff“, jeden zweiten Sonntag den „Nowkoelln Flowmarkt“. Am Kanal liegen das Kai Maison und angesagte Vintage-Shops in der nahegelegenen Bürknerstraße. Berlin war im Vorjahr mit der Oranienstraße auf Platz 12 vertreten und klettert nun mit einer anderen Straße fünf Plätze nach oben.
Plätze 8–31 des Rankings
8. Olympou-Straße, Thessaloniki
9. Orchard Street, New York City
10. Vĩnh-Khanh-Straße, Ho-Chi-Minh-Stadt
11. Rue de Flandre, Brüssel
12. Nishihara Shotengai, Tokio
13. Rue des Gravilliers, Paris
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14. Joo Chiat Road, Singapur
15. Avenida Álvaro Obregón, Mexiko-Stadt
16. Jalan Kemang Raya, Jakarta
17. Via Panisperna, Rom
18. Nakpil-Straße, Manila
19. Alserkal Avenue, Dubai
20. Cambie Street, Vancouver
21. Calle del Barquillo, Madrid
22. Kloof Street, Kapstadt
23. Blackstock Road, London
24. Defensa Street, Buenos Aires
25. Pacific Coast Highway, Central Malibu
26. Charoen Nakhon Road, Bangkok
27. Jalan Pudu, Kuala Lumpur
28. Roscoe Street, Chicago
29. Swan Street, Melbourne
30. Boulevard Pasteur, Tanger
31. Northdown Road, Margate