Laboe. Es könnte der Durchbruch für eine neue Schwimmhalle in Laboe werden. Eine breite Mehrheit hat sich im Werkausschuss für das Einwerben von Fördermitteln für ein kleineres Bad ausgesprochen. So viel politische Geschlossenheit hat es zuletzt nicht gegeben.
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Die einen wollten das Bad auf der grünen Wiese neu bauen, die anderen wollten den Standort am Strand erhalten. Manch einer wollte am Ende gar kein Bad mehr in Laboe haben. Die Politik im Ostseebad war beim Thema Schwimmhalle gespalten.
Neue Einigkeit in Laboe: Schwimmbad soll kleiner werden
Jetzt gibt es eine neue Einigkeit: Das Bad soll in einer kleineren Variante gebaut werden. Das erhöht die Chancen auf wichtige Fördermittel, die der Bund mit dem Programm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ ins Leben gerufen hat, und spart Geld.
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Im Werkausschuss am Mittwochabend haben neun Mitglieder ihre Hand für diesen neuen Weg gehoben. Nur vier Mitglieder stimmten dagegen, zwei enthielten sich. Bürgermeister Heiko Voß (parteilos) wertet dies zufrieden als „eine breitere Mehrheit“.
Die Umlandgemeinden hatten der Gemeinde Laboe immer wieder vorgeworfen, keine sicheren Beschlüsse zu fassen. Sie verfolgten die Diskussionen über Umfang, Standort und Ausstattung des Bades in Laboe mit zunehmender Abneigung.
Dabei sollten sie ein wichtiger Teil des Projektes werden, indem sie sich über die Gründung eines Zweckverbandes finanziell an einem Neubau der Schwimmhalle beteiligen. Doch die meisten Gemeinden sprangen angesichts mangelnder Entschlossenheit in Laboe ab. Derzeit sitzt die Gemeinde zusammen mit Brodersdorf, Heikendorf und Schönberg alleine im Boot.
Das Ergebnis: ein Finanzierungsdesaster. Denn das geschätzte jährliche Defizit von 1,2 Millionen Euro können vier Gemeinden alleine nicht tragen.
Wir befürworten alles, was mit Blick auf den Neubau einer Schwimmhalle in Laboe sinnvoll ist.
Michael Meggle
Vorstandsmitglied Förderverein Hallenbad Laboe
Rettung naht mit der sogenannten „Sportmilliarde“ vom Bund. Eben jenem Programm, für das der Werkausschuss den Bürgermeister mit einer Projektskizze losschicken möchte. Allerdings: „In der Sportmilliarde sind keine touristischen Aspekte drin, die gefördert werden“, sagt Heiko Voß.
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Aus diesem Grunde und um beim Bau Geld einzusparen, soll es ein kleineres Bad am Laboer Strand geben. Was bedeutet das?
Ursprünglich hatte sich die Gemeinde (mit knapper Mehrheit) für die Variante 4a aus einem Variantenvergleich der Firmen Constrata und Profund Consult entscheiden.
Dieses skizziert neben einem Sportbecken mit vier Bahnen und Startblöcken auch die Idee eines Warmwasser-Variobeckens mit Hubboden, einer Textilsauna und einem Soledampfbad. Kostenpunkt: etwa 20.990.500 Euro netto.
Die neu beschlossene Variante 1a besteht einzig aus dem Sportbecken mit einem Teilhubboden. Als Option ließe sich ein Bewegungsraum für Reha-Sport integrieren. Kostenpunkt: etwa 16.361.600 Euro netto.
Kleineres Bad in Laboe bedeutet ein kleinerer Baukörper am Strand
Der Förderverein Hallenbad Laboe bewertet diese Entscheidung als positiv. „Wir befürworten alles, was mit Blick auf den Neubau einer Schwimmhalle in Laboe sinnvoll ist“, sagt Michael Meggle, Vorstandsmitglied im Förderverein.
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Es gehe darum, das Projekt endlich konkret anschieben zu können. „Der Bund reicht uns die Hand, das können wir nicht ausschlagen“, meint Meggle.
Er betont aber auch, dass sich ein kleineres Bad am Laboer Strand in erster Linie auf die Größe des Baukörpers beziehe und nicht zwangsläufig auf die Ausstattung. „Wir können die Anzahl der möglichen Nutzergruppen durch einen flexiblen Ausbau erhöhen“, sagt er.
Dies sei auch wichtig, weil weitere Fördermittel vom Land in Aussicht stünden. Dies bestätigt Bürgermeister Heiko Voß. „Ich habe den Auftrag aus dem Werkausschuss bekommen, die Variante gegebenenfalls so anzupassen, dass sie für beide Programme Chancen hat.“
Final beschließen wird die Gemeindevertretung Laboe in der kommenden Sitzungen am 10. Dezember ab 19 Uhr in der Aula der Grundschule (mögliche Fortsetzung am 17. Dezember ab 19 Uhr).
KN