Die EN Baskets Schwelm haben das erste Spiel nach der Länderspielpause hauchdünn mit 69:67 gegen die BSW Sixers gewonnen. Für die Schwelmer war es der fünfte Erfolg vor heimischem Publikum in Serie. Von Beginn an entwickelte sich dabei eine umkämpfte Partie, in der Zyon Patterson bereits im ersten Viertel zwei Fouls kassierte – und am Ende mit gut 34 Minuten die meiste Einsatzzeit verbuchte.
Beide Teams fanden nur schwer ihren Rhythmus. Nervosität prägte die Anfangsphase: einfache Fehler, Ballverluste und verpasste Würfe auf beiden Seiten. Das 16:26 aus Schwelmer Sicht nach zehn Minuten erklärte Headcoach Falk Möller so: „Wir haben gar nicht ins Spiel gefunden und defensiv nicht das gezeigt, was wir uns vorgenommen haben. Dazu kam, dass wir offensiv sehr hektisch waren“.
Schwelmer Baskets steigern sich vor der Pause
Im zweiten Viertel präsentierten sich die Blau-Gelben gefestigter und verkürzten schnell auf 23:26. Mehr Konstanz brachte schließlich den verdienten Ausgleich zum 36:36-Halbzeitstand. Die Länderspielpause wollte Möller dabei nicht als Grund für den wackeligen Start gelten lassen: „Ob uns die Pause gut getan hat oder nicht, kann man so nicht sagen. Insgesamt kam sie aber zu einem guten Zeitpunkt.“ Unverändert angespannt bleibt hingegen die Personallage bei den Schwelmern. Neben Fabian Reichstadt fiel auch Marc Klesper aus. „Wir müssen schauen, wie es personell in der kommenden Woche aussieht. Arthur Noba ist leicht umgeknickt, da müssen wir abwarten“, erklärte Möller nach dem Spiel.

Nach dem Seitenwechsel wirkten die Baskets zunächst entschlossener und gingen in Führung. Absetzen konnten sie sich jedoch nicht – typische Führungswechsel prägten weiter das Spiel. Kurz vor Ende des dritten Viertels waren es wieder die Hausherren, die knapp vorne lagen. Im vierten Viertel deutete sich früh ein Basketballkrimi an. Rund drei Minuten vor Schluss hatten die Schwelmer eigentlich das Momentum auf ihrer Seite, konnten es aber nicht nutzen. Stattdessen brachten ein einfacher Korbleger und zwei sichere Freiwürfe der Sixers die Gäste erneut in Front.
Knörig behalt kur vor Schluss die Nerven
Dann die Schlüsselszene: Nach einem defensiven Rebound von Patterson bekam Jascal Knörig den Ball, wurde 0,3 Sekunden vor Schluss gefoult und trat zur Freiwurflinie. Nervenstark verwandelte er beide Versuche – seine Punkte 17 und 18 – zur 69:67-Führung. Die letzte Auszeit der Sixers brachte nichts mehr ein: Die Schwelmer Defense zwang Jarne Jürgens zu einem schweren Dreier, der sein Ziel verfehlte. Knörig, der im Spielverlauf immer wieder mit Schiedsrichterentscheidungen haderte, wurde mit dem Schlusspfiff von Team und Fans gefeiert. Seine Intensität und Emotionalität prägten den Schlussspurt entscheidend mit.


Jascal Knöring nach einem vermeintlichen Foul am Boden – sichtlich verärgert über den ausgebliebenen Pfiff
© Jonas Hunold | Jonas Hunold
Nach der Schlusssirene folgte ein weiteres Highlight für jung und alt: Die Spieler der Baskets nahmen sich die Zeit und signierten Autogrammkarten für die Fans. Weiter geht es am kommenden Samstag um 19 Uhr mit dem Auswärtsspiel in Neustadt.
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