Live –
Friedensplan für Ukraine: Selenskyj gegen Gebietsabtretung Selenskyj: Überarbeiteter US-Plan bis morgen an Washington Peskow: Neue US-Strategie ist attraktiv für Moskau
Die Diplomatie für ein Ende des Kriegs verteilt sich auf viele Orte – auch mit Moskau und westlichen Staatschefs wird geredet. Wir berichten laufend.
-
Am Montag hat sich Selenskyj in London mit Starmer, Macron und Merz getroffen.
-
Eine überarbeitete Version des US-Friedensplans soll laut Selenskyj an Washington übermittelt werden.
-
Bis letzten März sollen 57 Schweizer-Söldner im Ukraine-Krieg gekämpft haben und 30 von ihnen getötet worden sein.
-
Zum US-Friedensplan sagt Putin, der Donbass und Neurussland würden auf jeden Fall an Russland fallen.
00:48 Uhr
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Spitzen der EU und Nato über den Stand der Gespräche mit den USA zu einer möglichen Friedenslösung im Krieg mit Russland informiert. «Unsere Positionen sind in allen Fragen aufeinander abgestimmt. Wir handeln koordiniert und konstruktiv», teilte er nach den Gesprächen auf der Online-Plattform X mit. Neben Nato-Generalsekretär Mark Rutte hatte er sich auch mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratspräsident António Costa getroffen.
An dieser Stelle finden Sie einen ergänzenden externen Inhalt. Falls Sie damit einverstanden sind, dass Cookies von externen Anbietern gesetzt und dadurch personenbezogene Daten an externe Anbieter übermittelt werden, können Sie alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen.
Cookies zulassen Mehr Infos
Zuvor hatte Selenskyj in London Gespräche mit den Staats- und Regierungschefs der E3-Staaten (Deutschland, Frankreich, Grossbritannien) geführt. Nach diesem Treffen teilte er mit, Gebietsabtretungen an Russland – ein zentraler Punkt aus dem US-Plan für ein Ende des Ukraine-Kriegs – kämen für ihn nach wie vor nicht infrage. Eine überarbeitete Fassung des Plans soll Selenskyj zufolge bis diesen Dienstag an Washington übermittelt werden.
Von der Leyen schrieb nach dem Austausch mit dem Ukrainer: «Das Ziel ist eine starke Ukraine, sowohl auf dem Schlachtfeld als auch am Verhandlungstisch.» Ähnlich äusserte sich Costa, der bekräftigte: «Die Sicherheit der Ukraine muss langfristig als erste Verteidigungslinie für unsere Union gewährleistet sein.» Rutte sprach von guten Gesprächen auf dem Weg zu einem dauerhaften Frieden. (DPA)
Gestern, 21:52
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj lehnt Gebietsabtretungen an Russland – ein zentraler Punkt aus dem US-Plan für ein Ende des Ukraine-Kriegs – weiter ab. Eine überarbeitete Fassung des Plans soll ihm zufolge bis zum morgigen Dienstag an Washington übermittelt werden.
Mit Blick auf Gebietsabtretungen teilte Selenskyj ukrainischen Journalisten nach einem Treffen mit den Staats- und Regierungschefs der E3-Staaten (Deutschland, Frankreich, Grossbritannien) in London mit: «Wir haben nach dem Gesetz keinerlei Recht dazu – weder nach dem Gesetz der Ukraine, noch unserer Verfassung oder dem Völkerrecht, wenn wir ehrlich sind.»
Der von den USA ausgearbeitete Friedensplan sei inzwischen von 28 auf 20 Punkte gekürzt worden. «Die offen Ukraine-feindlichen Positionen wurden herausgenommen.» Selenskyj kündigte die Fertigstellung und Übergabe des Plans an die USA für den morgigen Dienstag an. (DPA)
Gestern, 20:55
Eine überarbeitete Version des US-Friedensplans für ein Ende des Ukraine-Kriegs soll nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj bis zum morgigen Dienstag an Washington übermittelt werden. Der von den USA ausgearbeitete Friedensplan sei inzwischen von 28 auf 20 Punkte gekürzt worden, teilte Selenskyj ukrainischen Journalisten mit. «Die offen Ukraine-feindlichen Positionen wurden herausgenommen.» Selenskyj kündigte die Fertigstellung und Übergabe des Plans an die USA für den morgigen Dienstag an.
Zugleich schloss Selenskyj Gebietsabtretungen an Russland weiter strikt aus. «Wir haben nach dem Gesetz keinerlei Recht dazu – weder nach dem Gesetz der Ukraine, noch unserer Verfassung oder dem Völkerrecht, wenn wir ehrlich sind», schrieb er. Russland beharre weiter auf der Abtretung von Territorien im Osten des Nachbarlandes. (DPA)
Gestern, 15:38
Deutschlands Kanzler Friedrich Merz ist skeptisch gegenüber einzelnen Details aus den US-Vorschlägen für einen Friedensschluss in der Ukraine. Das sagte der Christdemokrat bei einem Treffen mit den Staats- und Regierungschefs der sogenannten E3-Staaten und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in London. Über diese Details müsse man sprechen, sagte Merz. «Darum sind wir hier».
Er sei gespannt, was Selenskyj über die von den USA vermittelten Gespräche berichten könne. Die kommenden Tage können «eine entscheidende Zeit für uns alle» werden, sagte der Kanzler.
Merz, wie auch Grossbritanniens Premier Keir Starmer und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron über ihre jeweiligen Länder, bekräftigte die Unterstützung Deutschlands für Kiew. Daran könne kein Zweifel aufkommen. Er fügte hinzu: «Wir alle wissen: Das Schicksal dieses Landes ist das Schicksal Europas.»
Selenskyj sagte, es müssten wichtige Entscheidungen getroffen werden. Bei den Beratungen in London gehe es unter anderem um «die Einigkeit zwischen Europa und der Ukraine und auch um die Einigkeit zwischen Europa, der Ukraine und den Vereinigten Staaten», sagte der Ukrainer, und: «Es gibt Dinge, die wir ohne die Amerikaner nicht schaffen (…).»
Unterhändler der USA und der Ukraine hatten bis Samstag im US-Bundesstaat Florida drei Tage lang über eine neue Fassung des von US-Präsident Donald Trump vorgelegten Friedensplans verhandelt. Dessen ursprüngliche Version war vielfach als «russische Wunschliste» kritisiert worden. Selenskyj schaltete sich nach eigenen Angaben zum Abschluss der Gespräche dazu, den Austausch nannte er konzentriert und konstruktiv.
Bisher ist öffentlich nicht bekannt, inwieweit sich der US-Plan mit 28 Punkten gewandelt hat. Wichtige Punkte scheinen Territorialfragen und Sicherheitsgarantien der USA für die Ukraine zu sein. Trump äusserte indes Zweifel daran, dass Selenskyj mit dem neuen Plan einverstanden sei. (SDA)
Gestern, 14:30
Die neue Strategie der USA für die nationale Sicherheit steht nach Angaben des Kremls grösstenteils im Einklang mit der Vision Moskaus. «Die Nuancen, die wir im neuen Konzept erkennen, sehen mit Sicherheit ansprechend für uns aus», sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Montag zu Journalisten. Moskau begrüsse den Fokus, den das Dokument auf den Aufbau konstruktiver Beziehungen zu Russland lege, sagte Peskow.
In dem am Freitag vom Weissen Haus veröffentlichten Dokument werden die wichtigsten aussenpolitischen Interessen der Regierung von US-Präsident Donald Trump erläutert. Darin heisst es, die US-Regierung wolle ihr Verhältnis zu Russland verbessern. Den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine zu beenden, sei ein zentrales Anliegen der USA, um eine «strategische Stabilität mit Russland wiederherzustellen».
Die Trump-Regierung hält in dem Dokument auch fest, dass das Militärbündnis Nato keine «sich ewig ausdehnende Allianz» sein dürfe. Damit geht Washington auf eine Beschwerde Russlands ein. Die US-Regierung kritisiert in dem Dokument auch die Politik langjähriger Verbündeter in Europa zu Migration und Meinungsfreiheit. Die Trump-Regierung warnt die Verbündeten in dem Dokument, dass ihnen aufgrund von Migration eine «Auslöschung der Zivilisation» drohe.
Gestern, 08:15
Bei neuen russischen Drohnenangriffen sind in der Ukraine mindestens ein Mann getötet und zwölf weitere Menschen verletzt worden. Im Gebiet Dnipropetrowsk sei der 51-Jährige an seinen Verletzungen gestorben, teilten die Behörden mit. Fünf Menschen seien verletzt worden, darunter ein 13 Jahre altes Mädchen und ein 14-jähriger Junge. Im Gebiet Sumy wurde laut Behörden ein mehrgeschossiges Wohnhaus bei einem Drohnenangriff getroffen. Sieben Zivilisten seien verletzt worden, hiess es.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj will heute in London mit europäischen Verbündeten über den US-Plan für eine Beendigung des russischen Angriffskrieges sprechen. An dem Treffen sind auch der britische Premier Keir Starmer, der französische Präsident Emmanuel Macron und der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz zugegen. Die Verhandlungen laufen derzeit vor allem zwischen Ukrainern und Amerikanern einerseits sowie den USA und Russland andererseits – ohne direkte Beteiligung der Europäer.
Gestern, 02:07
US-Präsident Donald Trump ist sich nach eigenen Angaben nicht sicher, ob der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj mit einem neuen Vorschlag für ein Ende des russischen Angriffskriegs einverstanden ist. Die USA hätten mit Kremlchef Wladimir Putin gesprochen und mit ukrainischen Vertretern, darunter Selenskyj, sagte Trump am Sonntagabend in Washington. «Und ich muss sagen, dass ich ein wenig enttäuscht bin, dass Präsident Selenskyj den Vorschlag noch nicht gelesen hat», schob der US-Präsident hinterher. Das sei der Stand von vor ein paar Stunden gewesen.
An dieser Stelle finden Sie einen ergänzenden externen Inhalt. Falls Sie damit einverstanden sind, dass Cookies von externen Anbietern gesetzt und dadurch personenbezogene Daten an externe Anbieter übermittelt werden, können Sie alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen.
Cookies zulassen Mehr Infos
Russland würde wohl lieber das ganze Land haben, dennoch glaube er, dass Moskau mit dem Vorschlag einverstanden sei. «Aber ich bin mir nicht sicher, ob Selenskyj damit einverstanden ist», sagte Trump. «Seine Leute lieben ihn (den Vorschlag)», schob er nach.
Der aktuelle Stand der Verhandlungen
Im US-Bundesstaat Florida hatten Trumps Sondergesandter Steve Witkoff und der Schwiegersohn des Präsidenten, Jared Kushner, seit Donnerstag mehrere Tage lang mit den Ukrainern gesprochen. Aufseiten der ukrainischen Delegation führten Ex-Verteidigungsminister Rustem Umjerow und Generalstabschef Andrij Hnatow die Verhandlungen. Vorher hatten Witkoff und Kushner in Moskau fünf Stunden lang mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin gesprochen.
Zum Ende der amerikanisch-ukrainischen Verhandlungen in Florida schaltete sich Selenskyj nach eigenen Angaben am Samstag telefonisch dazu. Er nannte den Austausch konzentriert und konstruktiv. Als nächsten Schritt erwarte er Umjerow und Hnatow zum persönlichen Bericht, erklärte er.
Die entscheidenden ungeklärten Punkte scheinen die Territorialfragen und Sicherheitsgarantien der USA für die Ukraine zu sein. Wie sich der vor etwa drei Wochen publik gewordene US-Friedensplan mit ursprünglich 28 Punkten seitdem gewandelt hat, ist öffentlich nicht bekannt. Aus Trumps Aussagen ging auch nicht hervor, ob es seit dem Austausch der US-Vertreter mit Putin am Dienstag noch einmal Kontakt mit Moskau gab.
07.12.2025, 22:01
Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hat dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj weitere Unterstützung gegen Russlands Angriffskrieg zugesichert. In einem Telefonat vor einem Treffen Selenskyjs mit weiteren europäischen Partnern in London hielt die rechte Regierungschefin nach Angaben ihres Büros Moskau eine «neue Serie wahlloser Angriffe auf zivile Ziele» in der Ukraine vor. Ihr Land werde weitere Güter zur Unterstützung der dortigen Energieinfrastruktur und Bevölkerung liefern, auch Generatoren. Ziel bleibe ein dauerhafter und gerechter Frieden.
An dem Treffen am Montag in London nimmt Meloni nicht teil. Dabei sind der britische Premierminister Keir Starmer, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz. Die USA und die Ukraine hatten bis Samstag drei Tage lang über einen Friedensplan verhandelt . Zuvor waren Unterhändler von US-Präsident Donald Trump in Moskau . Meloni versicherte nach Angaben ihres Büros auch ihre Unterstützung für den laufenden Verhandlungsprozess und das Engagement der Vereinigten Staaten.
07.12.2025, 16:16
Russische Raketen haben in der Ostukraine einen Staudamm mit einer wichtigen Nachschubroute für die ukrainische Armee beschädigt. Die Strasse über den Staudamm von Petschenihy sei gesperrt, teilte der Bürgermeister des Ortes, Olexander Gussarow, auf Telegram mit.
Bei dem Dorf im Gebiet Charkiw wird der Fluss Siwerskyj Donez gestaut. Die Fernstrasse führt zu drei Frontabschnitten Woltschansk, Welykyj Burluk und Kupjansk, an denen die ukrainischen Verteidiger unter schwerem Druck der russischen Armee stehen. Nach Berichten ukrainischer Telegramkanäle wurde auch eine weitere Brücke über den Stausee bei dem Dorf Staryj Saltiw zerstört.
Viele Brücken und Dämme in der Region sind schon 2022 in den ersten Monaten der russischen Invasion zerstört oder beschädigt worden. 2023 sprengten die russischen Besatzer den Staudamm von Kachowka am Unterlauf des Dnipro in der Südukraine. Dies löste eine verheerende Flutwelle mit vielen Toten und grossen Schäden aus.
07.12.2025, 07:53
Ungeachtet der Gespräche über eine Friedenslösung hat Russland die Ukraine auch in der Nacht zu Sonntag mit massiven Angriffen aus der Luft überzogen. Die zentralukrainische Grossstadt Krementschuk in der Region Poltawa wurde laut Angaben der ukrainischen Luftwaffe von Dutzenden Drohnen und Hyperschallraketen vom Typ Kinschal attackiert, wie unter anderem die Nachrichtenagentur RBK-Ukraine meldete.
Die Behörden in der Region Tschernihiw im Norden des Landes teilten mit, ein Mann sei am Samstagabend bei einem Drohnenangriff getötet worden. Ein Angriff mit Raketen und Drohnen auf die Infrastruktur der zentralen Stadt Krementschuk verursachte Ausfälle der Strom- und Wasserversorgung.
Bereits in der Nacht auf Samstag hatte ein massiver russischer Luftangriff erneut das Energienetz der Ukraine getroffen. In mehreren Regionen wurden Verletzte und Notabschaltungen des Stroms gemeldet. Präsident Wolodymyr Selenskyj warf Moskau erneut vor, die ukrainische zivile Infrastruktur zu attackieren. Ausgehend von der Zählung des US-Instituts CSIS dürfte es mit 653 Drohnen und 51 Raketen und Marschflugkörpern der bislang drittschwerste Luftangriff des Kriegs gewesen sein. (DPA)
07.12.2025, 07:59
Russland lobt die neue Sicherheitsstrategie der USA als grossen Fortschritt für die gegenseitigen Beziehungen. «Die Änderung der nationalen Sicherheitsstrategie der USA durch die Regierung von Präsident Donald Trump, in der Russland nicht mehr als direkte Bedrohung erwähnt wird, ist ein positiver Schritt», sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass. Die Botschaft der Trump-Regierung für die russisch-amerikanischen Beziehungen unterscheide sich von den Ansätzen früherer Regierungen. Der Kreml werde die aktualisierte US-Strategie genau prüfen.
Vor wenigen Tagen hatte das Weisse Haus seine neue Sicherheitsstrategie veröffentlicht. Obwohl die US-Regierung in dem Dokument ein Ende des Kriegs in der Ukraine als zentrales Interesse bezeichnet, finden sich kaum kritische Worte für Russland. Ein Ende der Feindseligkeiten sei notwendig, «um die europäischen Volkswirtschaften zu stabilisieren und eine unbeabsichtigte Eskalation oder Ausweitung des Kriegs zu verhindern». Mit Russland müsse eine «strategische Stabilität» hergestellt werden.
Kritik für Europa
Demgegenüber beklagen die USA in der Strategie einen Verlust der Demokratie und Meinungsfreiheit in Europa und fordern eine Kurskorrektur. Zu Europas Problemen zählen nach Ansicht der US-Regierung unter anderem die Einwanderungspolitik, die «Zensur der freien Meinungsäusserung und die Unterdrückung der politischen Opposition, abstürzende Geburtenraten sowie der Verlust nationaler Identitäten und des Selbstvertrauens». (DPA)
06.12.2025, 18:47
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach eigenen Angaben telefonisch mit den US-Unterhändlern Steve Witkoff und Jared Kushner über den Stand des Friedensplans beraten. Auch die ukrainischen Vertreter Rustem Umjerow und Andrij Hnatow seien beteiligt gewesen, schrieb Selenskyj auf X. Die Ukrainer haben seit Donnerstag in Florida mit den Amerikanern verhandelt.
«Wir (…) sind Eckpunkte durchgegangen, die ein Ende des Blutvergiessens sicherstellen können und die Gefahr einer neuen russischen Invasion eliminieren und das Risiko, dass Russland seine Versprechen nicht einhält, wie es in der Vergangenheit mehrmals passiert ist», schrieb Selenskyj. Dies klingt nach Sicherheitsgarantien, Details nannte er aber nicht.
An dieser Stelle finden Sie einen ergänzenden externen Inhalt. Falls Sie damit einverstanden sind, dass Cookies von externen Anbietern gesetzt und dadurch personenbezogene Daten an externe Anbieter übermittelt werden, können Sie alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen.
Cookies zulassen Mehr Infos
Die Ukraine werde weiter vertrauensvoll mit der US-Seite kooperieren, die ernsthaft einen Frieden zu erreichen versuche, erklärte der ukrainische Staatschef. Er dankte US-Präsident Donald Trump für dessen Engagement. Als nächsten Schritt erwarte er Umjerow und Hnatow zum persönlichen Bericht.
Witkoff und das US-Aussenministerium hatten am Freitagabend mitgeteilt, dass sich die USA und die Ukraine über den Rahmen einer künftigen Sicherheitsstruktur und Fähigkeiten zur Abschreckung einig seien. Ein Ende des Krieges hänge vor allem davon ab, ob Moskau ein «ernsthaftes Engagement für einen langfristigen Frieden» zeige.
06.12.2025, 18:30
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wird am Montag in London erwartet, um mit dem britischen Premierminister Keir Starmer über das weitere Vorgehen im Ukraine-Krieg zu beraten. Thema soll der Stand der Verhandlungen über einen Friedensplan sein, wie die Nachrichtenagentur PA berichtet. Auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron wird an dem Treffen teilnehmen, wie er auf X ankündigte. Macron zufolge soll auch der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz zugegen sein.
An dieser Stelle finden Sie einen ergänzenden externen Inhalt. Falls Sie damit einverstanden sind, dass Cookies von externen Anbietern gesetzt und dadurch personenbezogene Daten an externe Anbieter übermittelt werden, können Sie alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen.
Cookies zulassen Mehr Infos
Die USA und die Ukraine wollen ihre Gespräche über eine Lösung heute fortsetzen. Diese hatten am Donnerstag im US-Bundesstaat Florida begonnen. Beide Seiten waren sich US-Angaben zufolge einig, dass ein Ende des Kriegs von Russlands Bereitschaft zu Frieden abhängt.
Der US-Sondergesandte Steve Witkoff und der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, hatten am Dienstag in Moskau mit Kremlchef Wladimir Putin gesprochen und die US-Vorschläge für ein Kriegsende vorgestellt.
06.12.2025, 14:57
Die Ukraine hat erneut die russische Ölindustrie ins Visier genommen. Der Kyjiwer Generalstab bestätigte einen Angriff auf die Ölraffinerie in Rjasan, rund 200 Kilometer südöstlich von Moskau. Es sei ein Treffer an einer Anlage festgestellt worden, schrieb der Generalstab in sozialen Medien. Die Raffinerie versorge die russischen Streitkräfte, hiess es zur Begründung des Angriffs.
Der Gouverneur des Gebiets Rjasan, Pawel Malkow, schrieb bei Telegram lediglich, dass Trümmer auf das Gelände eines Industriebetriebs gefallen seien. Grössere Schäden und Verletzte gebe es nicht. Über dem Gebiet seien in der Nacht 29 ukrainische Drohnen abgeschossen worden. Ein mehrstöckiges Wohnhaus wurde demnach beschädigt, ein Brand auf dem Dach sei aber schnell gelöscht worden.
In sozialen Medien kursierten dagegen nicht überprüfbare Videos und Fotos, die einen Brand auf dem Gelände der dortigen Ölraffinerie und einen Einschlag auf dem Dach eines Hochhauses zeigen sollen.
Die Ölraffinerie in Rjasan gehört zum Konzern Rosneft und war erst Ende Oktober von einem ukrainischen Drohnenangriff getroffen worden. Die Ukraine verteidigt sich seit knapp vier Jahren gegen eine russische Invasion. Zuletzt setzte sie systematisch auf Gegenangriffe auf die russische Öl- und Gasindustrie. Damit will sie einerseits den Kraftstoffnachschub für das russische Militär stören und andererseits den für Moskaus Finanzierung des Angriffskriegs so wichtigen Wirtschaftszweig treffen.
06.12.2025, 12:18
Russland hat in der Nacht zum Samstag einen massiven Raketen- und Drohnenangriff auf die Ukraine gestartet. Dabei setzte das russische Militär laut der ukrainischen Luftwaffe 653 Drohnen und 51 Raketen ein. Der Angriff löste landesweit Luftalarm aus. Die ukrainischen Flugabwehr fing nach Angaben der Luftwaffe 585 Drohnen und 30 Raketen ab. 29 Ziele seien getroffen worden. Mindestens acht Menschen wurden laut dem Innenministerium verletzt, darunter drei in der Region Kyjiw.
Der ukrainische Energieversorger Ukrenergo teilte auf der Plattform Telegram mit, Ziel seien unter anderem Kraftwerke und andere Energieinfrastruktur in mehreren ukrainischen Regionen gewesen. Drohnen wurden bis in die ukrainische Region Lwiw im Westen des Landes gesichtet.
Das russische Verteidigungsministerium teilte mit, seine Luftabwehr habe in der Nacht zum Samstag 116 ukrainische Drohnen über russischem Territorium abgefangen. Der russische Telegram-Kanal Astra berichtete, die Ukraine habe die russische Ölraffinerie in Rjasan angegriffen. Aufnahmen zeigten offenbar einen Brand und Rauchsäulen über der Raffinerie. Die Nachrichtenagentur AP konnte das Video nicht unabhängig verifizieren.
06.12.2025, 10:34
Die Schutzhülle über dem Kernkraftwerk Tschornobyl in der Ukraine kann die Strahlung nicht mehr vollständig abhalten, wie die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) laut dem «Guardian » bekannt gegeben hat.
Eine Drohne hat das Schuatzschild von Tschornobyl beschädigt – die Ukraine beschuldigt Russland.
Foto: AFP
Umfassende Sanierung notwendig
Gebaut wurde die Schutzhülle für 1,5 Milliarden Euro. Bei einer Inspektion letzte Woche fiel das Loch in der Stahlkonstruktion auf: Der Aufprall einer Drohne im Februar habe die Struktur beschädigt. Nun sei ihre wichtigste Sicherheitsaufgabe, das Eindämmen radioaktiven Materials, vorerst nicht mehr gewährleistet.
Die Strahlenwerte blieben normal und stabil, und es gab keine Berichte über Strahlenlecks, teilte die UNO im Februar mit.
Generaldirektor der IAEO, Rafael Grossi, schätzt ein, dass dringende Reparaturen durchgeführt werden müssen, «ene umfassende Sanierung bleibt unerlässlich, um eine weitere Verschlechterung zu verhindern und die langfristige nukleare Sicherheit zu gewährleisten». Tragende Strukturen und Überwachungssysteme seien noch intakt.
Russland weist Vorwürfe zurück
Die Ukraine macht Russland für den Angriff im Februar verantwortlich, so habe eine Drohne einen Brand ausgelöst und damit die äussere Verkleidung der Schutzhülle beschädigt. Russland weist diese Vorwürfe zurück.
Die Explosion von Tschornobyl im Jahr 1986 – die sich ereignete, als die Ukraine als Teil der Sowjetunion unter Moskaus Herrschaft stand – führte zu einer radioaktiven Verseuchung in ganz Europa. Die Sowjets bauten über den Reaktor eine Art «Sarg» aus Beton. Um dessen Strahlung einzudämmen, wurde die neue Schutzhülle gebaut.
06.12.2025, 10:08
Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums, die von der Agentur Tass verbreitet wurde, sollen bis März dieses Jahres insgesamt 57 Schweizer im Ukraine-Krieg gekämpft haben. 30 von ihnen seien demnach ums Leben gekommen. Eine unabhängige Bestätigung dieser Zahlen liegt nicht vor.
Die Schweizer Militärjustiz untersucht derzeit 15 Fälle, wie Militärjustiz-Sprecher Florian Menzi gegenüber der Agentur bestätigte.
Nach Schweizer Recht ist es Bürgerinnen und Bürgern strikt untersagt, als Söldner in Armeen fremder Staaten zu dienen. Verstösse können strafrechtlich verfolgt werden und mit Freiheitsstrafen von bis zu drei Jahren geahndet werden.
06.12.2025, 03:29
Die USA und die Ukraine sind sich nach US-Angaben einig, dass ein Ende des Ukraine-Krieges von Russlands Bereitschaft zu Frieden abhängt. «Echte Fortschritte hin zu einer Einigung» beruhten darauf, ob der Kreml «ernsthaftes Engagement für einen langfristigen Frieden» zeige, teilten der Sondergesandte Steve Witkoff auf der Plattform X und das US-Aussenministerium nach einem Gespräch mit einer ukrainischen Delegation mit. Dazu zählten auch «Schritte zur Deeskalation und zur Beendigung der Kampfhandlungen.» Die USA und die Ukraine wollen nach Angaben Witkoffs heute ihre Gespräche über den Friedensplan fortsetzen. (DPA)
05.12.2025, 16:18
Indien und Russland wollen ihre Handelsbeziehungen über Öl- und Rüstungsgeschäfte hinaus deutlich ausbauen. Beide Seiten hätten sich auf ein wirtschaftliches Kooperationsprogramm bis 2030 geeinigt, sagte der indische Premierminister Narendra Modi nach Gesprächen mit Russlands Präsident Wladimir Putin in Neu-Delhi. Er äusserte die Hoffnung, dadurch könnten Handel und Investitionen breiter aufgestellt werden. Indien und Russland streben an, das bilaterale Handelsvolumen bis zum Jahr 2030 auf 100 Milliarden US-Dollar (etwa 85,8 Milliarden Euro) zu steigern.
Der Kremlchef war am Tag zuvor am Donnerstag zu einem zweitägigen Staatsbesuch in Neu-Delhi eingetroffen. Es war Putins erster Besuch im bevölkerungsreichsten Land der Erde seit der russischen Invasion in die Ukraine vor mehr als dreieinhalb Jahren.
Freihandelsabkommen mit eurasischer Wirtschaftsunion geplant
Beide Länder arbeiten laut Modi zudem daran, ein Freihandelsabkommen der von Moskau angeführten Eurasischen Wirtschaftsunion mit Indien abzuschliessen. Putin sieht die Union, die auch Armenien, Belarus, Kasachstan und Kirgisistan umfasst, als wirksames Mittel gegen westliche Sanktionen. Russland ist wegen seines Angriffskriegs gegen die Ukraine wirtschaftlichen Sanktionen des Westens unterworfen. Indien verhält sich mit Blick auf den Konflikt bisher pragmatisch. Das Land pflegt weiterhin gute Beziehungen zu Moskau wie zum Westen.
Indien deckt seinen Rohöl-Bedarf zum grössten Teil mit russischen Importen. Auch bezieht das Land einen Grossteil seiner militärischen Ausrüstung aus Russland. Mit den Einnahmen aus dem Verkauf des Öls finanziert Russland auch den Krieg, dessen Beendigung Modi gefordert hat. (DPA)
05.12.2025, 14:44
Über der streng gesicherten U-Boot-Basis Île Longue bei Brest, in der Frankreichs atomar bewaffnete U-Boote stationiert sind, wurden am Donnerstagabend fünf Drohnen entdeckt. Marineinfanteristen reagierten mit einem Anti-Drohnen-Einsatz und gaben mehrere Schüsse ab.
An dieser Stelle finden Sie einen ergänzenden externen Inhalt. Falls Sie damit einverstanden sind, dass Cookies von externen Anbietern gesetzt und dadurch personenbezogene Daten an externe Anbieter übermittelt werden, können Sie alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen.
Cookies zulassen Mehr Infos
Die Gendarmerie bestätigte den Vorfall gegenüber der Agentur AFP, während Präfektur und Staatsanwaltschaft zunächst nicht Stellung nahmen. Die Basis gilt als zentraler Bestandteil der französischen Nuklearabschreckung. Es gab in dem Gebiet zuletzt immer wieder Drohnensichtungen. (bor)
DPA/SDA/Redaktion Tamedia
Fehler gefunden? Jetzt melden.