
Berlins Gaming-Szene muss sich weiter gedulden: Die Eröffnung des neuen „House of Games“ wurde in die zweite Jahreshälfte 2026 verschoben. Immerhin ist das Interesse groß: Rund 80 Firmen wollen laut Betreiber einziehen.
Das House of Games soll später als bisher bekannt eröffnet werden: Die für Anfang 2026 in Aussicht gestellte Eröffnung ist nun erst für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant, wie der Betreiber des Hauses, die Wista Management GmbH, der Deutschen Presse-Agentur (dpa) mitteilte.
Mit dem House of Games soll die Gaming-Branche in Berlin-Friedrichshain ein neues Zentrum bekommen. In einem Backsteingebäude in der Rotherstraße in unmittelbarer Nähe zur Warschauer Brücke stehen dafür auf fünf Etagen fast 15.000 Quadratmeter zur Verfügung.
Rund 80 Unternehmen haben sich laut Betreiber vormerken lassen
Das Haus wird vom Senat mit 4,6 Millionen Euro gefördert. Neben etablierten Unternehmen sollen sich Start-ups der Games-Industrie, Anbieter für Technologie und Dienstleistungen sowie unter anderem Vereine und Verbände, Kultur- und Forschungseinrichtungen ansiedeln. Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) hatte bei der Vorstellung des Standorts im Juni den Start Anfang 2026 in Aussicht gestellt.
Laut der Wista Management GmbH werden derzeit Gespräche mit Mietinteressenten geführt. „Rund 80 Unternehmen haben sich bislang konkret vormerken lassen“, teilte das Unternehmen der dpa mit. Mietverträge sollen ab dem Frühjahr 2026 abgeschlossen werden.
Mit dabei sein wollen unter anderem der Spiele-Entwickler Ubisoft, die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle USK, der Verband der deutschen Games-Branche und die Stiftung Digitale Spielekultur. „Es gibt zudem mehrere Zusagen von kleinen Firmen, die zwischen einem und 20 Plätzen anmieten wollen“, teilte Wista mit. Welche Unternehmen das sind, soll erst später veröffentlicht werden.
4.000 Beschäftigte in Berlin aus der Games-Branche
Nach Angaben der landeseigenen Gesellschaft Berlin Partner gibt es in der Hauptstadt etwa 350 Unternehmen der Computerspiele-Branche mit mehr als 4.000 Beschäftigten. Sie erwirtschafteten zuletzt einen jährlichen Gesamtumsatz von mehr als 400 Millionen Euro.
Von dem weltweiten Milliardengeschäft bekommt die deutsche Entwicklerszene bisher nur einen kleinen Anteil. Schätzungsweise fünf Prozent der Erlöse entfallen auf Spiele, die in Deutschland entwickelt wurden.
Sendung: rbb|24, 09.12.2025, 8:50 Uhr