Sein Kind sei völlig unnötig gestorben, sagt Kay Schierwagen, noch immer sichtlich erschüttert, mehr als sechs Jahre nach jener Klassenfahrt, die für die 13-jährige Diabetikerin Emily aus Mönchengladbach tödlich endete. Er kann noch immer nicht fassen, wie fahrlässig ihre Lehrerinnen gehandelt und ihr nicht rechtzeitig geholfen hätten, wie sie später beim Prozess noch Mitschülerinnen beschuldigt hätten, wie die Behörden zunächst sogar gegen ihn als Vater und seine Partnerin ermittelten. „Ich will Gerechtigkeit für Emily“, sagt Schierwagen – buchstäblich mit Blick auf das NRW-Schulministerium, wo er an diesem Dienstag eine kleine Mahnwache organisiert hat.