Bis vor kurzem stand die Zukunft eines Gelsenkirchener Traditionsbetriebs in den Sternen – nun ist klar, wie es in den kommenden Wochen weitergehen soll: Die Stadt Gelsenkirchen sucht einen Nachfolger für den Betrieb der Gastronomie und des Hotels Schloss Berge. Ein entsprechendes Interessenbekundungsverfahren für das traditionelle Gelsenkirchener Haus sei jetzt gestartet, heißt es in einer Pressemeldung der Stadt. Teilnahmeanträge können bis zum 31. Januar 2026 eingereicht werden.

Schloss Berge: Sanierung startet 2026 – Biergarten könnte offen bleiben

Noch bis zum Ende des Jahres wird Schloss Berge in Betrieb sein, gebuchte Events werden bis dahin weiterhin stattfinden, ebenso behalten Reservierungen bis zum 31. Dezember ihre Gültigkeit. Ab dem kommenden Jahr soll Schloss Berge dann umfangreich saniert werden, das stand schon länger fest. Das Ziel: Das Gebäude langfristig zu erhalten.

Seitens der Stadt heißt es nun, dass eine „Verpachtung der gesamten Anlage mit vorzeitigem Betrieb der Außenanlagen während der Sanierungsarbeiten oder die Verpachtung des Biergartens während der Sanierungsarbeiten mit Befristung bis zum Abschluss der Sanierungsarbeiten“ angestrebt werde. Letztere Möglichkeit, nur das Schlössken bis zum Ende der Arbeiten weiterzubetreiben, ist neu – und sicherlich für zukünftige Betreiber eine Alternative, fallen doch weitaus weniger Kosten an.

Sanierungsbedarf wird geprüft: Stadt plant Millionen-Investition

Geplant ist eine umfassende Sanierung – beziehungsweise zunächst eine gründliche Untersuchung des Gebäudes. 1,5 Millionen Euro sollen allein die Bestandsaufnahme und die vorbereitenden Planungen für die Sanierung kosten. „Aufgrund des Gebäudealters wird die Herausforderung sein, die Sanierungsbedarfe so zu definieren, dass das Gebäude für die nächsten Jahre zukunftsfähig wird“, hatte die Stadt vor einigen Monaten in einer Vorlage für die Bezirksvertretung Nord geschrieben. „Insofern beinhaltet der Planungsauftrag neben architektonischen Anpassungen auch die Erstellung eines tragfähigen technischen Konzeptes.“

Das Interessenbekundungsverfahren wird geleitet vom städtischen Referat für Hochbau und Liegenschaften. Begleitet wird es dabei von einem erfahrenen Gastronomie-Berater, der auch bei der Ansprache potenzieller Interessenten unterstützt.