Kiel. Die Kunstwerke sind schon längst ausgezogen und an einem sicheren Ort verwahrt worden. Jetzt kann auch die architektonische Hülle der Kunsthalle zu Kiel endlich wie geplant saniert werden. Bereits am 12. November erhielt die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) als Träger den lang ersehnten schriftlichen Zuwendungsbescheid des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.
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Warum es auch hier wieder, wie beim Konzerthaus am Schloss, zu hinderlichen Verzögerungen und Kürzungen kam, erklärt sich offenbar durch den Regierungswechsel in Berlin. Ohne eine gesicherte Finanzierung durften keine Bauaufträge vergeben werden. Der eigentlich bereits für Februar 2025 geplante Baubeginn hat sich um ein Jahr verzögert. Das Haus ist bereits seit September 2023 geschlossen.
Förderprogramme Kulturinvest und Impuls finanzieren die Sanierung der Kunsthalle Kiel
Im Rahmen des Förderprogramms Kulturinvest werden in den kommenden Jahren nun knapp 19,5 Millionen Euro für die Sanierung der Kunsthalle zu Kiel bereitgestellt. Damit kann auch das Land Schleswig-Holstein die Fördermittel aus dem Projekt Impuls in Höhe von 30 Millionen Euro freigeben. Die waren an die Zusage des Bundes gebunden.
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„Mit dem Zuwendungsbescheid ist der sprichwörtliche Grundstein für die Sanierung der Kunsthalle gesetzt“, betont CAU-Kanzlerin Claudia Ricarda Meyer. „Auch wenn wir Änderungen und Kürzungen der Baumaßnahmen vornehmen müssen, ermöglichen uns erst die Fördermittel durch Bund und Land die Sanierung dieser wertvollen Kultureinrichtung der CAU“, so Meyer weiter.
Kunsthalle Kiel: Ein Jahr Verzögerung, Fertigstellung bis Ende 2029
Dem Zuwendungsbescheid ging ein knapp dreijähriger Antragsprozess voran, der von den Teams des Gebäudemanagements der CAU um Heike Neubauer und der damaligen, inzwischen an die Alte Nationalgalerie gewechselten Direktorin der Kunsthalle, Anette Hüsch, erfolgreich bestritten wurde.
Die CAU lässt keinen Zweifel daran, wodurch die Planung verschleppt wurde: Durch den Bruch der Bundesregierung im November 2024, die daraus resultierende verschobene Verabschiedung des Bundeshaushalts und die daran gekoppelte Zuwendung des Landes habe sich die Bewilligung verzögert. Das habe Einfluss auf den weiteren Verlauf der Maßnahme gehabt.
Der aktualisierte Bauzeitenplan sieht den Beginn der eigentlichen Sanierungsarbeiten nun im Frühjahr 2026 vor. Der Abschluss der Maßnahmen, um wieder an internationale Museumsstandards anknüpfen zu können, ist für Ende 2029 geplant.
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Geplant sind unter anderem die Installation einer energieeffizienten Haustechnik, flexible Beleuchtungskonzepte sowie Verbesserungen der Barrierefreiheit. Ein Café mit Terrasse, das sich zum Schlossgarten öffnet, ist ebenfalls in der Planung.
KN