Er legt den Finger in die Wunde!
Borussia Dortmund blamiert sich in der Champions League gegen den norwegischen No-Name-Gegner Bodø/Glimt (2:2), kassiert dafür von den eigenen Fans Pfiffe.
Nach Abpfiff nimmt Dortmund-Kapitän Nico Schlotterbeck (26/BILD-Note 4) kein Blatt vor den Mund, erhebt dabei sogar Vorwürfe gegen seinen BVB und seine Team-Kollegen.
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Quelle: BILD10.12.2025
Schlotterbeck am DAZN-Mikro deutlich: „Wir fangen an, nach dem 1:0 extrem fahrig zu spielen, haben unfassbar schlechte erste Kontakte. Jeder spielt so ein bisschen sein Spiel. Die Spieler, die reinkommen, verlieren jeden Ball. Ich sage immer Winner-Mentalität ist, das Spiel zu killen. Das haben wir nicht hinbekommen. Wir chippen vor dem Torhüter, umkurven noch ein, zwei Spieler und wollen es schön machen. Das reicht dann nicht.“
Der BVB-Abwehrchef kritisiert auch die Einstellung der Kovac-Truppe: „Wir spielen Champions League. Das ist viel zu wenig. Wir hätten heute hier auf 13 Punkte gehen können. Ich glaube, manchen war nicht bewusst, wie wichtig das ist. Deswegen ist das nicht bitter, sondern richtig schlecht.“
Dabei hat Schlotterbeck wohl schon während der Halbzeit die Probleme in der Kabine klar angesprochen: „Das Spiel zu killen, ist eine Qualitätssache. Wenn du das nicht machst und durch einen Einwurf, wo du in Unterzahl bist und den Ball nicht weghaust, das 2:2 kassierst, ist das nicht gut genug. Das muss man ansprechen. Ich habe es in der Halbzeit auch laut zur Mannschaft gesagt. Dann reicht es manchmal nicht.“
Auch mit der Leistungen der BVB-Joker (Adeyemi, Guirassy, Can und Ryerson) ist Schlotterbeck alles andere als zufrieden, bemängelt deren Einstellung: „Wenn man in der 60. Minute reinkommt, erwarte ich 30 Minuten Volldampf. Das sah alles schön aus, wir haben ein bisschen rechts link kombiniert. Aber du musst killen. Das haben wir nicht gemacht.“
Selbst nach dem 2:2-Ausgleich hat sich Dortmund kaum noch aufgebäumt. Schlotterbeck sichtlich genervt: „Ich glaube, nach dem 2:2 hatten wir keine Tor-Chance mehr. Wir haben die letzten 15 Minuten unfassbar unsauber gespielt. Die letzten 5 Minuten hatte Bodo mehr Ballbesitz als wir. Das kann nicht der Anspurch sein, vor allem in einem Heimspiel“
Abschließend kritisiert Schlotterbeck erneut die Einstellung des BVB und weiß um die Konsequenzen der Blamage: „Manchen war nicht bewusst, wie wichtig das heute war. Weil jetzt musst du die restlichen beiden Spiele in der Liga-Phase (gegen Tottenham und Inter, Anm. d. Red.) wieder gewinnen, sonst bist du wieder nicht in den Top-8, hast wieder 2 Spiele mehr und jeder regt sich auf, dass er zu viel spielt.“