Reaktion auf Trump-Papier
Erstes Nato-Land stuft USA als potenzielles Sicherheitsrisiko ein
11.12.2025 – 09:50 UhrLesedauer: 2 Min.
US-Präsident Donald Trump beunruhigt mit seiner neuen Sicherheitsstrategie auch die Staaten in Europa. (Archivbild) (Quelle: Alex Brandon/AP)
Seit einer Woche liegt Trumps neue Sicherheitsstrategie vor. Nun spricht das erste Nato-Land eine Sicherheitswarnung aus.
Nun liefert der dänische Auslandsgeheimdienst eine erste Einschätzung der Trump-Doktrin. Als erstes Nato-Land warnt Dänemark offiziell vor den USA. Die Vereinigten Staaten „nutzen ihre wirtschaftliche und technologische Stärke nun auch als Machtinstrument gegenüber Verbündeten und Partnern“, heißt es im Report „UDSYN 2025“ – Ausblick 2025.
Die Beziehungen zwischen Dänemark und den USA sind ohnehin belastet. Trump hatte unmittelbar nach Beginn seiner zweiten Amtszeit Anspruch auf Grönland erhoben. Die Insel ist autonom, gehört aber zu Dänemark.
Nun spricht der Geheimdienstbericht seine offenen Sorgen gegenüber den USA aus. Es „herrscht Unsicherheit über die Rolle der Vereinigten Staaten als Garant der europäischen Sicherheit“, heißt es in dem Papier.
Zuvor hatte bereits der dänische Botschafter in Deutschland, Thomas Østrup Møller, in einem Gastbeitrag für t-online zu entschiedeneren europäischen Anstrengungen in der Sicherheitspolitik gemahnt und erklärt: „Wir Europäer müssen dringend und gemeinsam unsere Verteidigungsfähigkeiten ausbauen.“
Mit Blick auf das neue Papier der Trump Administration und die neue geopolitische Positionierung der USA warnte der dänische Auslandsgeheimdienst generell vor einem erhöhten Sicherheitsrisiko. „Die Großmächte priorisieren zunehmend ihre eigenen Interessen und setzen Gewalt ein, um ihre Ziele zu erreichen“, analysieren die dänischen Sicherheitsexperten.
Ihr Augenmerk gilt neben den USA weiter Peking und Moskau. „Russland setzt seine Invasion in der Ukraine fort und führt einen hybriden Krieg gegen die Nato und den Westen“, heißt es in dem Report und weiter: „China nutzt seine wirtschaftliche und zunehmend auch militärische Macht, um Druck auf andere Staaten auszuüben und unterstützt Russlands Krieg in der Ukraine.“
