Ein ereignisreiches Jahr geht für die Wasserballer des ASC Duisburg mit einer Pflichtübung zu Ende. Der amtierende Vize-Pokalsieger trifft am Samstag (16 Uhr, Schwimmstadion) im Pokal-Achtelfinale auf die SV Krefeld 72. Ernsthafte Gefahr sollte vom Nachbarn, der aktuell Dritter der Zweiten Liga ist, nicht ausgehen. ASCD-Cheftrainer Vuk Vuksanovic betont jedoch: „Krefeld leistet seit Jahren gute Arbeit. Wir dürfen sie nicht unterschätzen.“

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Ein besonderes Spiel wird es für Elias und Lennox Metten. Die Zwillinge sind im Sommer 2024 von der SVK zum ASCD gewechselt und mittlerweile zu Nationalspielern avanciert. Ihr Vater Georg ist seit dieser Saison Cheftrainer der Krefelder, assistiert von Sven Roeßing, der mit dem ASCD 2013 das Double holte. „Wir ziehen jetzt noch einmal dran und dann ist endlich Pause“, freut sich Vuksanovic aufs Akkuaufladen. Nach dem Euro-Cup-Spiel in Dubrovnik räumte der Coach seinem Team drei freie Tage ein. Über Weihnachten und Neujahr ruht der Trainingsbetrieb.

Die letzten Monate mit Training, Liga, Pokal und natürlich dem Euro Cup waren kräftezehrend.

Vuk Vuksanovic, ASCD-Trainer

„Die letzten Monate mit Training, Liga, Pokal und natürlich dem Euro Cup waren kräftezehrend. Ich bin sehr zufrieden, wie die Jungs das bewerkstelligt haben“, sieht Vuksanovic seine Mannschaft auf Kurs. Fehlen werden am Samstag Kerem Gemalmazoglu und Joris Geurts. Der türkische Centerspieler und der niederländische Torhüter bereiten sich mit ihren Nationalmannschaften auf die Europameisterschaft vom 10. bis zum 25. Januar in der serbischen Hauptstadt Belgrad vor, für die sich Deutschland nicht qualifiziert hat. Anstelle von Geurts wird der 16-jährige Chris Lucassen in den Kader rücken. Joseph Enwena, der im Sommer aus Hamburg kam und nach einer Meniskusverletzung in Dubrovnik sein Debüt gab, sieht Vuksanovic „bei vielleicht 90 Prozent“. 

Duisburger SV 98 spielt in der Olympia-Halle

Der Duisburger SV 98 ist auf großer Bühne ebenfalls der hohe Favorit. Die Blau-Weißen, die in der Liga zuletzt mit einem ungefährdeten Heimsieg gegen die White Sharks aufhorchen ließen, treten in der Olympia-Schwimmhalle beim Süd-Drittligisten SG Stadtwerke München an. Alles andere als ein souveräner Erfolg wäre für die Mannschaft von Aleksandar Pavlovic eine böse Überraschung, wenngleich die Bayern einige Akteure gehobenen Formats in ihrem jungen Team haben. Vor allem die Ukrainer Yehor Tishchenko und Ivan Melnikov sowie Paul Purkl strahlen erhöhte Torgefahr aus.