Nach dem Spiel klopfte Mersad Selimbegovic an die Schiedsrichterkabine. Alemannias Trainer öffnete die Tür nicht brachial, wie das früher der Haudrauf-Kommissar Horst Schimanski gerne gemacht hatte. Er wartete höflich, bis ihn Daniel Bartnitzki hereinbat. Ziemlich sicher hatte der 29-jährige Schiedsrichter damit gerechnet, dass Aachens Trainer nun lautstark dessen imposante Fehlerstatistik durchgehen wollte, aber der 43-Jährige hatte einen anderen Anlass für die Stippvisite. Ihn störte, dass Bartnitzki grußlos vom Spielfeld geeilt war. Zum gegenseitigen Respekt gehöre auch, dass man sich nach getaner Arbeit die Hand gebe, sagt Selimbegovic. Er bedankte sich also beim Schiedsrichter, auch wenn er mit dessen Leistung durchgehend unzufrieden war.