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Verhandlungen um ein Ende im Ukraine-Krieg: Die USA bringen eine „freie Wirtschaftszone“ im Donbass ins Spiel. Schläge gegen Russlands Wirtschaft gehen weiter. Der News-Ticker.
Kiew/Washington, D.C. – Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat kürzlich den aktuellen Stand der Verhandlungen zur Beendigung des Ukraine-Kriegs erläutert. Die USA schlugen vor, den von der ukrainischen Armee kontrollierten Teil des Donbass als „freie Wirtschaftszone“ zu deklarieren. Selenskyj erklärte, dass der Kompromiss darin bestehe, dass Russland nicht in dieses Gebiet eindringt.
Seit Monaten versucht US-Präsident Donald Trump, den Krieg in der Ukraine zu beenden. (Archivbild) © Alex Brandon/AP/dpaTransparenzhinweis
Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Ukraine-Krieg: Weißes Haus will „freie Wirtschaftszone“ im Donbass
Selenskyj stellte jedoch eine Bedingung zu diesem Vorschlag auf. Er fragte: „Wenn sich die eine Seite zurückzieht, wie man es von den Ukrainern verlangt, warum zieht sich die andere Kriegspartei nicht um die gleiche Entfernung in die andere Richtung zurück?“
Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hatte kürzlich einen Friedensplan präsentiert, der von Kritikern als „russische Wunschliste“ bezeichnet wurde, da er hauptsächlich bekannte Forderungen Moskaus enthielt. Die Ukraine und ihre europäischen Partner arbeiteten daran, den Plan zu überarbeiten und unakzeptable Punkte zu entfernen. Am Mittwoch übermittelte die Ukraine ihre Antwort.
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Fotostrecke ansehenUkrainische Drohnenangriffe in russischen Regionen
In der Region Jaroslawl, nördlich von Moskau, wurde laut dem unabhängigen Internetportal Astra erneut eine Raffinerie angegriffen. Die Ukraine zielt in ihrem Abwehrkampf gegen die russische Invasion auch auf die Öl- und Gasindustrie, um die Treibstoffversorgung des russischen Militärs zu stören und die Kriegsfinanzierung Russlands zu erschweren.
In der russischen Stadt Twer wurden bei einem Drohnenangriff auf ein Wohnhaus mehrere Menschen verletzt. „Bei der Abwehr eines Drohnenangriffs auf ein Wohnhaus in Twer wurden Menschen verletzt“, berichtete der amtierende Gouverneur Witali Koroljow. Unter den Verletzten befindet sich auch ein Kind, das im Krankenhaus behandelt wird. Das beschädigte Gebäude wurde evakuiert.
In der Nacht griff die Ukraine erneut mehrere russische Regionen mit Drohnen an. Das russische Verteidigungsministerium meldete den Abschuss von etwa 90 Drohnen, darunter einige, die auf Moskau zusteuerten.
Ukraine-News: Weitere Gespräche über US-Friedensplan in den kommenden Tagen
In den kommenden Tagen sind weitere Treffen und Gespräche über den Friedensplan geplant. „Am Samstag findet ein Treffen statt, wir werden sehen, ob wir daran teilnehmen oder nicht“, sagte Trump im Weißen Haus. Er betonte, dass die USA nur teilnehmen würden, „wenn wir glauben, dass es gute Chancen gibt“.
Bundeskanzler Friedrich Merz erwähnte, dass es nach den Gesprächen am Wochenende möglicherweise ein Treffen in Berlin geben könnte. Die Teilnahme der US-Regierung sei jedoch noch unklar. Trump ist Berichten zufolge sowohl von Selenskyj als auch von Kreml-Chef Wladimir Putin frustriert.
Ukraine-Verhandlungen über Territorium und Armeegröße
Territorialfragen und Sicherheitsgarantien für die Ukraine sind zentrale Themen der Gespräche. Selenskyj hat Gebietsabtretungen ausgeschlossen und betont, dass nur das ukrainische Volk darüber entscheiden kann. „In Form von Wahlen oder in Form eines Referendums, doch muss es die Position des Volkes der Ukraine sein“, sagte er in Kiew. Die Ukraine besteht auf einer Truppenstärke von 800.000 Soldaten, während der ursprüngliche Friedensplan eine Begrenzung auf 600.000 vorsah.
Die USA schlugen vor, dass die ukrainische Armee sich aus den noch gehaltenen Teilen von Donezk und Luhansk zurückzieht. Laut einer Umfrage des Rasumkow-Zentrums lehnen über 90 Prozent der Ukrainer territoriale Zugeständnisse an Russland ab. Kreml-Chef Putin drohte, dass Russland seine Ziele auf dem Schlachtfeld erreichen werde, falls die Ukraine dieser Bedingung nicht zustimmt. (bb)