
Durch ein Elfmetertor hat Bayer Leverkusen das Verfolgerduell in der Frauen-Bundesliga verloren. Der Tabellenvierte unterlag am Freitagabend bei Werder Bremen mit 0:1 (0:0).
Im Duell zwischen den drittplatzierten Bremerinnen und den einen Punkt dahinter rangierenden Leverkusenerinnen ging es darum, wer erster Verfolger des Spitzen-Duos Bayern München und VfL Wolfsburg wird oder eben bleibt.
Um den Druck auf die Liga-Spitze zu erhöhen, musste für beide Teams ein Sieg her. Den dafür nötigen Tordrang ließen Werder und Bayer allerdings in den ersten 15 Minuten völlig vermissen. Mehr als eine harmlose Flanke in den Strafraum, die Leverkusenes Schlussfrau Friederike Repohl locker abfing, bekamen die Zuschauer nicht zu sehen.
Fudalla mit der großen Chance zur Leverkusener Führung
Leicht favorisiert waren nach 13 Punkten aus den vergangenen fünf Liga-Partien und dem Einzug ins DFB-Pokal-Viertelfinale (5:4 i.E. gegen RB Leipzig) die Gastgeberinnen. Bayer rehabilitierte sich zuletzt nach dem Pokal-Aus gegen den Hamburger SV (2:4 i.E.) und der überraschenden 0:1-Heimschlappe gegen Schlusslicht SGS Essen am 10. Spieltag – das war der erste Saisonsieg für Essen – mit einem 3:2-Erfolg gegen Leipzig.
Die ersten vielversprechenden Torannäherungen verbuchte das von Roberto Pätzold trainierte Bayer-Team. Der erste Torschuss von Loreen Bender verfehlte das Ziel noch deutlich (25. Minute), doch beim Kopfball von Vanessa Fudalla nach einem Freistoß von Estrella Merino musste Werder-Schlussfrau Mariella El Sherif im kurzen Eck retten (29.).
Werder-Führung durch siebten Elfmetertreffer von Mühlhaus
Die Bremerinnen wurden ebenfalls per Standard erstmals gefährlich. Nach einer Ecke von Larissa Mühlhaus klärte Merino die Volley-Abnahme von Michelle Ulbrich für ihre geschlagene Torfrau Repohl auf der Linie. So ging das an Torraumszenen arme, aber durchaus intensive Spiel ohne Tore in die Pause.
Der zweite Durchgang war erst knappe fünf Minuten alt, da ertönte der Elfmeterpfiff, als die Bremerin Maja Sternad im Strafraum kurz vor der Torauslinie nach einem Zweikampf mit Bayers Innenverteidigerin Lilla Turányi zu Boden ging. Die bei Bremen für die Standards zuständige Mühlhaus brachte ihre Mannschaft mit ihrem siebten verwandelten Elfmeter in Führung (51.).
Am 22. Dezember erwartet Leverkusen Spitzenreiter München
Während die anschließenden Offensivbemühungen Leverkusens ohne durchschlagenden Erfolg blieben, hatte Verena Wieder in der 70. Minute um ein Haar das 2:0 auf dem Fuß, als sie eine Hereingabe zentral vor dem Tor nur knapp verpasste. Ähnlich knapp war auch die Abseitsposition von Werders Ulbrich bei ihrem Kopfballtreffer nach Freistoß in der 76. Minute.
Die Bayer-Spielerinnen fanden in der Schlussviertelstunde nicht mehr die entscheidende Lücke in der Werder-Abwehr und kassierten ihre vierte Pflichtspielniederlage in den vergangenen fünf Partien. Jetzt haben sie zehn Tage Zeit, diese aufzuarbeiten, ehe es dann vor heimischem Publikum gegen den Spitzenreiter FC Bayern München geht.
Unsere Quellen:
- Frauen-Bundesliga: Werder Bremen – Bayer Leverkusen beim Streamingdienst Magenta Sport am 12.12.2025
Sendung: „Bremen gewinnt Verfolgerduell gegen Leverkusen“, WDR.de, 12.12.2025, 20:59 Uhr