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Philip Pullmans Romantrilogie erhielt eine HBO-Umsetzung, die zeigt, wie werktreue Fantasy-Adaptionen funktionieren – von Anfang bis Ende.

Fantasy-Serien, die auf Büchern basieren, stehen unter enormem Druck: Fans erwarten Werktreue, spektakuläre Effekte, die der Fantasie gerecht werden und einen würdigen Abschluss. Viele Produktionen scheitern an dieser Herausforderung – insbesondere, wenn das Ausgangsmaterial komplex ist und hohe Erwartungen geweckt wurden. HBO hat in den vergangenen Jahren mehrere ambitionierte Genre-Projekte realisiert, die unterschiedlich erfolgreich waren. Nach „Game of Thrones“ sticht eine Adaption sticht dabei besonders hervor, weil sie alle drei Anforderungen erfüllt und dabei konsequent auf Qualität statt Quantität setzt.

Poster von „His Dark Materials“Perfekt bis zum Schluss: Diese HBO-Fantasyserie zeigt „Game of Thrones“, wie es richtig geht © IMAGO/CAP/SFS

His Dark Materials“ zeigt, wie Fantasy-Adaptionen gelingen – und wird dabei als perfekte Alternative zu „Game of Thrones“ gehandelt. Die BBC/HBO-Produktion basiert auf Philip Pullmans Romantrilogie und lieferte über drei Staffeln konstant hochwertige Episoden. Während „Game of Thrones“ in der finalen Staffel enttäuschte, hielt „His Dark Materials“ das Niveau bis zum Schluss. Die Serie mit James McAvoy, Ruth Wilson, Dafne Keen und Amir Wilson gilt als eine der gelungensten Fantasy-Umsetzungen überhaupt. So erhielt das „Game of Thrones“-Finale eine erschreckende IMDb-Bwertung von 4/10 Sternen. Und auch bei den anderen Episoden der finalen Staffel sieht es kaum besser aus. Das „His Dark Materials“-Finale glänzt dagegen mit 7,6/10 Sternen und unterscheidet sich nicht groß von den vorigen Episoden.

Fantasy-Serie „His Dark Materials“: HBO-Adaption mit perfektem Finale überzeugt Fans

Worum gehts bei „His Dark Materials“? Die Koproduktion zwischen BBC und New Line Cinema erzählt die Geschichte von Lyra Belacqua, einem Waisenmädchen am fiktiven Jordan College in Oxford. Ihr Vater Lord Asriel plant einen Krieg gegen das Himmelreich. Lyra entdeckt außergewöhnliche intuitive Fähigkeiten und freundet sich mit Will an, einem Jungen aus einer anderen Welt. Die Serie verbindet Fantasy und Science-Fiction mit philosophischen Fragen zu Religion und Menschlichkeit, wobei sie Pullmans subversive Kritik an religiöser Orthodoxie konsequent umsetzt.

Die Produzenten planten von Anfang an drei Staffeln mit je sieben bis acht Episoden – jede Staffel deckt einen Roman ab. Diese Fokussierung auf Qualität zahlte sich aus: Die finale Staffel gibt allen Handlungssträngen ausreichend Raum. Drehbuchautor Jack Thorne, bekannt für „Harry Potter and the Cursed Child“, schuf ein emotionales Finale. Lorne Balfes Musikkomposition und beeindruckende visuelle Effekte ergänzen die schauspielerischen Leistungen zu einem stimmigen Gesamtwerk. In dieser beliebten Fantasyserie hätte übrigens beinahe ein Marvel-Star die Hauptrolle gespielt.

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„His Dark Materials“ beweist, dass Werktreue und konsequente Planung den Unterschied zwischen gelungener und gescheiterter Adaption ausmachen. Die Serie übertrifft auch die enttäuschende Kinofassung „Der Goldene Kompass“ von 2007 mit Nicole Kidman und Daniel Craig deutlich. Während jene Produktion gefloppt war, setzte die HBO-Version mehr als zwei Jahrzehnte nach Erscheinen der Romane neue Maßstäbe. Du findest alle drei Staffeln auf WOW – eine Empfehlung für alle, die nach durchdacht erzählten Fantasy-Geschichten suchen. Ein weiterer Geheimtipp ist diese abenteuerliche Serie mit „Wicked“-Star Jonathan Bailey.