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Schon seit Jahrzehnten setzt sich Jutta Speidel für Familien in Not ein. Dabei stößt der Schauspielerin vor allem eine Entwicklung sauer auf.

Landsberg am Lech – Schauspielerin Jutta Speidel (71) hat kürzlich im Festsaal des historischen Rathauses von Landsberg ihr neues Buch „Amaryllis“ vorgestellt. Der Roman handelt von einer jungen Frau, die sich als Zirkus-Clownin in einer von Männern dominierten Welt behaupten muss. Dabei wird die namensgebende Blume zum Symbol für Wandlungsfähigkeit und Widerstandskraft.

Wir sehen Jutta Speidel bei einer Lesung aus ihrem Buch „Amaryllis“Schauspielerin Jutta Speidel wütet über Wandel in Gesellschaft: „Alles so konservativ geworden“ © IMAGO / Future Image

Das Thema scheint für Jutta Speidel, die sich selbst immer als unangepasste Kämpferin gegen gesellschaftliche Konventionen gesehen hat, aktueller denn je zu sein. Den gegenwärtigen Entwicklungen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft blickt die 71-Jährige mit großer Sorge entgegen. Im Interview mit der Augsburger Allgemeinen zieht Jutta Speidel jetzt Bilanz – mit einem vernichtenden Fazit.

TV-Star Jutta Speidel übt Kritik an Gesellschaft: „Männer glauben, sie haben das Sagen“

Schon seit mehr als drei Jahrzehnten setzt sich Jutta Speidel abseits von Film und Fernsehen für Frauen und Kinder in Not ein. Hierfür hatte sie bereits 1997 den Verein „Horizont“ ins Leben gerufen, der sich intensiv um die Sorgen und Nöte wohnungsloser Familien kümmert. Dabei geht es nicht nur darum, betroffenen Müttern und ihren Kindern Schutz zu bieten, sondern bereits im Vorfeld Präventions-Arbeit zu leisten, um ein sicheres soziales Umfeld in den Familien zu schaffen.

Allerdings scheint der Kampf um eine Verbesserung der gesellschaftlichen Situation immer mühevoller zu werden. Und Jutta Speidel glaubt zu wissen, warum. „Dadurch, dass alles so konservativ geworden ist in den letzten zehn Jahren und es gang und gäbe ist, dass Männer glauben, sie haben das Sagen zu Hause, ist alles nur noch schlimmer geworden“, wütet Speidel über diese Negativ-Entwicklung. Auch über das mangelnde Bewusstsein seitens der Politik zu häuslicher Gewalt ist die Schauspielerin schockiert.

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Mit Kampf um Selbstbestimmung kennt sich der TV-Star aus. „Ich bin schon immer ein Rebell gewesen“, merkt Jutta Speidel im Gespräch mit der Augsburger Allgemeinen weiter an. Nicht nur als alleinerziehende Mutter stand sie stets für ihre Unabhängigkeit ein – auch in finanzieller Hinsicht. „Privat möchte ich keinen Mann fragen müssen, ob er mir Geld gibt“, hatte sie vor ein paar Jahren im SZ-Interview hierzu erklärt. Schon als angehende Schauspielerin legte Jutta Speidel immer Wert auf finanzielle Eigenständigkeit.

Sie ist eine Powerfrau durch und durch. Davon kann auch ihr Ex ein Liedchen singen. Erst vor wenigen Monaten machte der als „Cappuccino-Mann“ bekannt gewordene Italiener Bruno Maccallini seiner Ex Jutta Speidel eine süße Liebeserklärung. Verwendete Quellen: augsburger-allgemeine.de, sueddeutsche.de