Es dampft, es zischt, es wird laut – und vor allem heiß. Für Heizer Patrick Zeitlmann ist es Schwerstarbeit, die Dampflokomotive aus dem Jahr 1928 auf Betriebstemperatur zu bringen. Mit der Schaufel lässt der Heizer Kohle in den glühenden Kessel fallen, die darin verbrennt und Wasser erhitzt. Der dadurch erzeugte Dampf treibt dann die Kolben des stählernen Kolosses an.

Lokführer Maximilian Flemming (rechts) steuert die Schlepptenderlokomotive bei Sonderfahrten.Lokführer Maximilian Flemming (rechts) steuert die Schlepptenderlokomotive bei Sonderfahrten. (Foto: Stephan Rumpf)

Dann können Zeitlmann und Lokführer Maximilian Flemming die Dampflok, eine der wenigen noch fahrtauglichen der Baureihe 01, endlich in Bewegung setzen. Allerdings muss die sogenannte Schlepptenderlokomotive, die einst im Dienst der Deutschen Reichsbahn stand und heute der Flotte des Bayerischen Eisenbahnmuseums angehört, auch ständig kontrolliert werden. Sie begeistert immer wieder Menschen bei Sonderfahrten, Dampf- und Nostalgieausflügen.

Vor der Abfahrt wird das historische Fahrzeug überprüft.Vor der Abfahrt wird das historische Fahrzeug überprüft. (Foto: Stephan Rumpf)

Im Dezember war sie mehrmals in München zu bestaunen – und bei den Sonderfahrten „Rund um München“, die etwa eine Stunde dauern, war sogar der Nikolaus mit an Bord und hatte für die Jüngsten unter den Fahrgästen kleine Geschenke dabei.

Die Hände des Heizers nach getaner Arbeit.Die Hände des Heizers nach getaner Arbeit. (Foto: René Hofmann)

Die Chance, zu einer Sonderfahrt einzusteigen und rußverschmierte Hände der Heizer zu betrachten, gibt es wieder im kommenden Jahr. Auch dann wird sich die Dampflok, deren Fahrten von der Bayern Bahn GmbH organisiert werden, wieder weithin sichtbar mit aufsteigendem Rauch ankündigen.