Fähre von Kiel nach Oslo

Seenotretter holen schwerverletzte Frau von Bord der „Color Fantasy“

Auf der Fahrt von Kiel nach Oslo hat sich ein Crewmitglied der „Color Fantasy“ schwer verletzt. Die Seenotretter aus Laboe reagierten blitzschnell und holten die Frau von Bord.

Kiel/Laboe. Bei einem Rettungseinsatz auf der Kieler Förde haben die Seenotretter am Samstag einer schwerverletzten Frau an Bord der Fähre „Color Fantasy“ geholfen. Nach einer ersten Versorgung an Bord brachte die Besatzung die 30-jährige Frau mit dem Seenotrettungskreuzer „Hans Hackmack” an Land. Ein Rettungshubschrauber flog sie zur weiteren Behandlung in eine Spezialklinik nach Lübeck.

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Wie die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) am Wochenende mitteilte, ging der Notruf am Samstag um 14.15 Uhr bei der deutschen Rettungsleitstelle See – dem Maritime Rescue Co-ordination Centre (MRCC) Bremen – ein. Das Schiff der Reederei Colorline war zu dem Zeitpunkt auf dem Weg von Kiel nach Oslo.

Als die Crew der „Color Fantasy“ über die norwegische Leitstelle für Notfälle auf See in Stavanger Hilfe angefordert hatte, verließ die Fähre gerade die Kieler Förde. Die Einsatzleiter der Rettungsleitstelle See alarmierte umgehend die Besatzung des in Laboe stationierten Seenotrettungskreuzers.

Hubschrauber brachte die Schwerverletzte in eine Klinik

Die Seenotretter liefen aus und gingen rund 600 Meter vor Laboe an Bord. Dort übernahmen sie die Patientin und brachten sie sicher an Land.

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„Die Übergabe der Patientin verlief bei relativ ruhiger See mit Wellenhöhen von lediglich etwa einem halben Meter und einer mäßigen Brise von vier Beaufort aus westlicher Richtung reibungslos“, heißt es dazu in der Mitteilung.

Parallel dazu forderten die Einsatzleiter der DGzRS in Absprache mit einem Notfallsanitäter der Johanniter einen Rettungswagen und einen Rettungshubschrauber an. Im Hafen von Laboe übergaben die Seenotretter die Schwerverletzte zunächst an den Rettungsdienst. Anschließend wurde die Frau mit dem Hubschrauber nach Lübeck geflogen.

Zum Unfallhergang und der Art der Verletzungen wollte sich die DGzRS mit Rücksicht auf die Patientin nicht äußern. Nur soviel: „Die Frau war an Bord schon erstversorgt worden und an uns kreislaufstabil übergeben worden“, sagte ein Sprecher auf Nachfrage.

KN