Der Eschweiler Weihnachtsmarkt begeistert mit Atmosphäre, steht jedoch wegen der Pollerregelung und der Auswirkungen auf den Einzelhandel in der Kritik. Foto: Ines Tiede -

Eschweiler. Die Organisatoren des Weihnachtsmarktes dürfen stolz sein: In diesem Jahr präsentiert sich der Eschweiler Weihnachtsmarkt von seiner schönsten Seite. Doch leider kommt es durch die heutigen Umstände, unter denen ein Weihnachtsmarkt nur stattfinden darf, zu wirtschaftlichen Einbußen bei den örtlichen Geschäften.

Zur Erklärung: Um die Sicherheit des Weihnachtsmarktes zu gewährleisten, müssen die Poller hochgefahren werden. Täglich, pünktlich zur Öffnung des Weihnachtsmarktes um 16 Uhr, samstags und sonntags noch früher, sodass ein Durchfahren nicht mehr möglich ist. Das Ziel ist klar: Besucherinnen und Besucher sollen geschützt den Markt genießen können.

Allerdings überschneiden sich die Öffnungszeiten des Marktes mit denen der anliegenden Geschäfte. Dies führt zu Protesten aus dem Kreis der Einzelhändler: Von Umsatzeinbußen in der Größenordnung von 50 Prozent ist die Rede. Die Forderung lautet daher, zur ursprünglichen Pollerabsicherung um 19 Uhr zurückzukehren. Würde man das umsetzen, bliebe der Markt jedoch drei Stunden lang – von 16 bis 19 Uhr – ungesichert.

Und genau hier liegt die Krux: Unabhängig davon, wie sich die Stadtverwaltung entscheidet, wird eine Partei unzufrieden sein. Sie kann eigentlich in diesem Jahr nur noch um Verständnis bitten für die verfahrene Situation und im nächsten Jahr mit allen Beteiligten eine Lösung suchen. Eine weitere Alternative wäre die Öffnung des Weihnachtsmarktes erst ab 19 Uhr.

Dadurch eröffnet sich die Frage: Ist der Marktplatz in der heutigen Zeit noch der richtige Ort für einen Weihnachtsmarkt?

Wir freuen uns auf Ihre Antworten und Meinungen.

Ines Tiede