Immer Mitte Dezember findet in Deutschland bei den Nahverkehrsunternehmen der große Fahrplanwechsel statt, in diesem Jahr bedeutet das für Mainz richtig viele Änderungen. Auf nahezu allen Linien gebe es geänderte Abfahrtzeiten, teilte die Mainzer Mobilität mit – für viele regelmäßige Benutzer bedeutet das eine erhebliche Umstellung. Man wolle zuverlässiger werden, verspricht das Unternehmen. Stichtag für den Wechsel ist der 14. Dezember, weitere Änderungen: Ab sofort gibt es keine Kurzstreckentickets mehr – und  zum 1. Januar steigen die Preise im Nahverkehr.

Fahrplanwechsel in Mainz: Änderungen der Abfahrten auf praktisch allen Linien. - Foto: gikFahrplanwechsel in Mainz: Änderungen der Abfahrten auf praktisch allen Linien. – Foto: gik

Gehört Ihr zu den Fahrgästen, die die Abfahrtzeiten von Bus und Bahn verinnerlicht haben, und die quasi blind zur Haltestelle laufen? Dann müsst Ihr jetzt ganz stark sein: Ab heute gelten mit dem Fahrplanwechsel der Mainzer Mobilität praktisch auf allen Linien in Mainz neue Abfahrtzeiten. „Die verkehrliche Situation auf den Straßen in Mainz und Umgebung hat sich in den letzten Jahren verändert“, heißt es zur Begründung von der Mainzer Mobilität. Daher würden die Fahrtzeiten auf den meisten Linien angepasst, „um so die Zuverlässigkeit der Busse zu steigern.“

Das ist auch nötig: Viele Mainzer klagten zuletzt bitterlich über ständige Verspätung, ausfallende Busse und Bahnen und stark gesunkene Zuverlässigkeit, gerade auch im Berufsverkehr. Nun steuert man bei der Mainzer Mobilität nach, damit müssen sich viele regelmäßige Nutzer umgewöhnen. Einfacher wird das, wenn man die Smartphone-App der Mainzer Mobilität nutzt: Mit der Verbindungssuche wird die nächste Fahrt samt Umsteigeoptionen übersichtlich angezeigt, aktuelle Verspätungen oder Änderungen inklusive.

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Haltestellen mit neuen Namen, geänderte Stopps an der Uni

Für mehrere Buslinien gelten zudem Änderungen bei den Haltestellen rund um den Hauptbahnhof, auch rund um die Universität ändern sich manche Halte – bitte checkt das selbst, denn manche Linien fahren manche Haltestellen dort nicht mehr an. Alle Einzelheiten zu den Änderungen findet Ihr hier im Internet bei der Mainzer Mobilität.

Die Haltestelle am Höfchen heißt jetzt wieder einfach nur "Höfchen". - Foto: gikDie Haltestelle am Höfchen heißt jetzt wieder einfach nur „Höfchen“. – Foto: gik

Dazu ändern einige Haltestellen ihren Namen, so heißt die Haltestelle „Höfchen/Listmann“ nun wieder „Höfchen“, da der Einzelhändler Listmann zum Jahresende schließt. Die Erzbergerstraße heißt künftig TSV Schott Mainz, an Friedrich-von-Pfeifer-Weg entfällt der Zusatz „Universität“. Die Haltrestelle „Universität“ bekommt hingegen jetzt den Zusatz „Haupteingang“ – und der Hauptbahnhof West heißt künftig nicht nur „Mainzer Taubertsbergbad“ sondern sogar „Mainzer Taubertsbergbad Bad + Spa“.

Das ist natürlich dem neuen Wellnessbereich am Taubertsberg geschuldet – nur dass der eben nicht wie geplant zum 15. Dezember fertig geworden ist. Nach der Insolvenz des Generalunternehmers Karrié Bau ist derzeit noch völlig unklar, wann das neu umgebaute Schwimmbad fertig wird, der neue Zusatz „Bad + Spa“ weist jetzt also auf eine Baustelle hin… Kleiner Kommentar von Mainz& am Rande: Wir finden diesen Zusatz eine völlig unnötige Verkomplizierung des Namens, die gerade ziemlich nach hinten losgeht. „Mainzer Taubertsbergbad“ hätte doch völlig gereicht.

 

Tickets werden 2026 teurer, Kurzstreckenticket entfällt

Neu wird auch einiges im Ticketbereich: Seit dem 14. Dezember gibt es kein Kurzstreckenticket mehr, damit konnte man bisher zum verbilligten Preis zum Preis von 2,30 Euro genau 1.500 Meter weit fahren, meist waren das drei Haltestellen. Die gute Nachricht: Das Sammelticket mit fünf Einzelkarten bleibt im Preis gleich. Die Nachfrage für das Kurzstreckenticket sei kontinuierlich gesunken, die administrativen Kosten aber seien hoch, begründet die Mainzer Mobilität die Streichung. Im Zuge der RMV-Preisanpassungen zum Jahreswechsel „wäre der Preisunterschied zwischen Kurzstreckenticket und Sammelkarte nur noch marginal gewesen“, heißt es weiter.

Die Tickets im Öffentlichen Nahverkehr werden wieder einmal teurer, nur die Sammelkarte bleibt stabil. - Foto: gikDie Tickets im Öffentlichen Nahverkehr werden wieder einmal teurer, nur die Sammelkarte bleibt stabil. – Foto: gik

Denn zum 1. Januar 2026 werden die Tickets im ÖPNV wieder einmal teurer – auch in Mainz. Eine Einzelkarte kostet dann für Erwachsene 3,90 Euro statt 3,70 Euro, für Kinder bis 14 Jahre 2,20 Euro statt 2,15 Euro. Ein Tageskarte wird gleich von 7,40 Euro auf 7,80 Euro teurer, eine Gruppentageskarte kostet künftig 14,80 Euro statt 14,10 Euro. Auch die Monatskarte steigt leicht von 101,90 Euro auf 107,- Euro, allerdings dürfte die kaum noch jemand nutzen – das Deutschlandticket ist deutlich günstiger, kostet ab 1. Januar aber dann auch 63,- Euro statt bisher 58,- Euro. Alle Änderungen findet Ihr hier im Internet.

Auch bei der Wiesbadener ESWE Verkehr gibt es zum Fahrplanwechsel einige Änderungen, allerdings sind die eher moderat – hier bereitet man sich auf den großen Wurf vor: 2026 nämlich stehe ganz „im Zeichen umfangreicher Vorbereitungen zur Neuorganisation des Liniennetzes“, heißt es aus Wiesbaden: Im Sommer 2027 soll eine neues Basisnetz mit grundlegenden Änderungen kommen, nächstes Jahr findet deshalb dann der übliche Fahrplanwechsel im Dezember 2026 nicht statt. Welche Änderungen es im Einzelnen in Wiesbaden gibt, könnt Ihr hier im Internet nachlesen.

Info auf Mainz&: Alle Änderungen in Mainz zum Fahrplanwechsel am 14. Dezember 2025 findet Ihr hier im Internet.