Ansteckungen befürchtet
Vogelgrippe: Stadt Leipzig rät Geflügelhaltern dringend zur Stallpflicht
Die Geflügelpest breitet sich in Sachsen weiter aus. In Leipzig sind bereits mehrere Fälle bei Wildvögeln und im Zoo festgestellt worden. Die Stadtverwaltung empfiehlt deshalb nun, Tiere generell im Stall zu belassen.
Leipzig. Die Stadt Leipzig empfiehlt allen Geflügelhalterinnen und Geflügelhaltern „dringend“, ihre Tiere wegen der Geflügelpest in geschlossene Ställe oder geschützte Einrichtungen zu bringen. Eine entsprechende Mitteilung erging am frühen Dienstagnachmittag. Die Maßnahmen sollen dem Schutz der Tiere und zur Verhinderung weiterer Ansteckungen diesen.
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Laut Gabriela Leupold, Leiterin des Veterinär- und Lebensmittelaufsichtsamtes, minimiere eine sogenannte Aufstallung „das Risiko, dass das Virus über wildlebende Vögel auf die Bestände übertragen wird.“ Zudem sollte der Kontakt zwischen Hausgeflügel und Wildvögeln, zum Beispiel durch Futter- und Wasserschalen im Freien, verhindert werden, heißt es weiter.
Dringend notwendig seien zudem strengere Sicherheitsmaßnahmen, wie etwa Zugangsbeschränkungen und Hygienekonzepte, teilte die Stadtverwaltung am Dienstag mit.
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Virus bei wilden Schwänden und im Zoo festgestellt
In Leipzig wurde der Vogelgrippe auslösende H5N1-Erreger bereits bei wilden Schwänen und einem Kranich festgestellt. Im Zoo Leipzig kam es ebenfalls zu einem Ausbruch der ansteckenden Krankheit.
Besonders betroffen sind derzeit auch Geflügelhaltungen in den Landkreisen Meißen und Leipzig. Das Friedrich-Loeffler-Institut bewertet das Risiko einer Einschleppung des Virus durch Wildvögel aktuell weiter als hoch.
LVZ