Zum Abschied ein Lied und viele warme Worte

Doch so sehr die Kinder und Jugendlichen des Tanzzentrums Steintor Halle auch mit ihren Choreographien begeisterten, so sehr die Kostüme auch glitzerten, alle warteten gespannt auf seinen Auftritt: „Herr Fuchs“ mit der spitzen Fuchsmütze, dem Frack und dem buschigen Fuchsschwanz.

Denn es hieß Abschied nehmen und Danke sagen. Das Team hatte extra einen Abschiedssong einstudiert, alle sangen mit. Am Ende der Vorstellung erklomm Halles Oberbürgermeister Alexander Vogt (parteilos) die Bühne und dankte Fuchs und Weihnachtsmann für die jahrzehntelange Arbeit.

„Kind zu sein in Halle bedeutet seit 40 Jahren, den Fuchs zu kennen“, sagte Vogt. Im Namen der Stadt Halle verneigte er sich vor der Lebensleistung von Helmut Rosenkranz. Nach der Vorstellung lagen sich viele weinend in den Armen. Alle schwärmten davon, wie sie mit dem Fuchs groß geworden sind und sagten, dass sie ihn jetzt schon zu vermissen.

Herr Fuchs selbst ist überwältigt

„Jetzt ist er weg. Wir sind traurig, dass der Fuchs nicht mehr da ist“, hörte man aus dem Publikum. Und ein letztes Mal saß auch Helmut Rosenkranz in der Garderobe. Überwältigt von der großen Anteilnahme des Publikums. „Ich finde keine Worte“, sagte er, „Ich mache das nun schon tausend Jahre, aber das habe ich noch nirgendwo erlebt. Da kann ich mich bei meinem Publikum nur herzlich bedanken.“

Ich mache das nun schon tausend Jahre, aber das habe ich noch nirgendwo erlebt.

Helmut Rosenkranz
Herr Fuchs

Ebenso bewegt zeigte sich der Leiter der Weihnachtsrevue, Hartmut Reszel. Er sagte MDR SACHSEN-ANHALT, er könne nicht glauben, was er in den vergangenen vier Wochen im Steintor-Varieté erlebt habe. „Wir hatten ja bis auf drei Vorstellungen immer Standing Ovation“, berichtet er.

Jedes Mal habe der Saal getobt – und auch per Post hätten Fans ihre Begeisterung gezeigt. „Wie die das alle mitnimmt, das habe ich nicht gedacht. Schöner geht es nicht.“ Ein schöneres Ende für ihn als Leiter der Revue könne es nicht geben, sagte Reszel weiter.

Wie die das alle mitnimmt, das habe ich nicht gedacht. Schöner geht es nicht.

Helmut Reszel
Leiter der Weihnachtsrevue

Herr Fuchs“ und der Weihnachtsmann bleiben dem Publikum in Halle im Herzen

Die große Leere nach dem Karriereende der beiden großen Künstler bleibt aber sicher aus. Über Jahre hatte man in den Weihnachtsrevuen bereits Fuchs Felix eingeführt, der in den Geschichten herangewachsen war und nun in die großen Fußstapfen seines Vorgängers treten kann.

Wer die Gesamtleitung der Revue übernimmt, ist hingegen noch nicht klar. Der alte „Herr Fuchs“ und der Weihnachtsmann werden noch lange in den Herzen der Hallenser weiterleben.