Nord-Ostsee-Kanal

Widerlager sind fertig: Neue Levensauer Hochbrücke erreicht nächstes Etappenziel

Die Bauarbeiten für die neue Levensauer Hochbrücke schreiten voran: Die Widerlager sind fertiggestellt und ein Auftragnehmer für den Überbau wurde gefunden. Der Zeitplan für die Freigabe ist ambitioniert. Wird es gelingen, ihn einzuhalten?

Kiel. Im zu Ende gehenden Jahr hat das Projektteam für den Ersatzneubau der neuen Levensauer Hochbrücke in Kiel zwei wichtige Etappenziele erreicht. So sind nach rund 15 Monaten Bauzeit die Widerlager der neuen Brücke auf der nördlichen und südlichen Kanalseite fertiggestellt. Zudem wurde ein Auftragnehmer für den Brückenüberbau mit Stahlbögen, Vorlandfeldern und Fahrbahnplatte ausgewählt, wie das Wasserstraßen-Neubauamt Nord-Ostsee-Kanal (WNA NOK) mitteilte.

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Derzeit liefen die umfangreichen technischen Planungen für diese Bauteile. „Nach aktuellem Stand rechnen wir mit der Freigabe der neuen Brücke für den Bahnverkehr im Herbst 2027, für Kfz-, Rad- und Fußverkehr einige Monate danach“, sagte Projektleiter Andreas Rasmus.

Stahlbögen und Sperrzeiten: Logistische Herausforderungen

Die stählernen Brückenbögen werden den Angaben zufolge an einem geeigneten Ort vormontiert und dann auf dem Wasserweg zur Baustelle nach Kiel gebracht. Dort seien für den Ausbau der alten und das Einheben der neuen Brücke zweimal bis zu 48 Stunden vorgesehen, in denen der Nord-Ostsee-Kanal für die Schifffahrt gesperrt ist. „Das werden anspruchsvolle Aktionen, die von allen Beteiligten minutiöse Planung und exakte Umsetzung verlangen“, erklärte Rasmus.

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Nach aktuellem Stand werden Fußweg und Straße über die alte Brücke zur Vorbereitung des Ersatzneubaus ab Anfang Januar 2027 gesperrt, das Bahngleis ab Mitte April desselben Jahres.

Baustellenaktivitäten und Fortschritte in Kiel-Suchsdorf

Weitere Schwerpunkte auf der Baustelle in Kiel-Suchsdorf seien der Neubau der südlichen Uferwand, die Errichtung der Fundamente für die neuen Brückenbögen sowie die Neugestaltung der südlichen Böschung und die vorbereitenden Erdarbeiten.

Bei den vier Fundamenten für die stählernen Brückenbögen seien deutliche Fortschritte zu verzeichnen. Die Gründungen, etwa 30 Meter tiefe Bohrpfahlringe, seien größtenteils mit Stahlarmierungen versehen und mit Beton verfüllt. „Im Jahr 2026 schließt die beauftragte Fachfirma die Verfüllung ab und errichtet die oberirdischen Fundamentteile“, sagte Rasmus.

Darüber hinaus hätten in diesem Jahr umfassende Erdarbeiten begonnen. Dazu zählten die Anpassung der südöstlichen und nordwestlichen Böschung, die Erweiterung des Bahndamms und die Herstellung der Vormontagefläche auf der südlichen Kanalseite.

KN