Umstrittene Förderung

Millionen-Auszahlung aus Ausbildungsfonds startet

16.12.2025 – 19:10 UhrLesedauer: 1 Min.

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Azubis gesucht (Symbolbild): Bremen zahlt die ersten Gelder aus dem umstrittenen Ausbildungsfonds. (Quelle: Sebastian Kahnert/dpa/dpa-bilder)

Bremen beginnt mit der Verteilung von Geldern aus dem heftig diskutierten Ausbildungsfonds. Was Kritiker aus der Wirtschaft stört.

Das Bremer Arbeitsressort hat die ersten Gelder aus dem neuen Ausbildungsfonds ausgezahlt. Rund 5,1 Millionen Euro flossen an knapp 1.600 Unternehmen, darunter viele mittlere und kleinere Betriebe.

Arbeitssenatorin Claudia Schilling (SPD) teilte mit: „Insgesamt werden ausbildende Betriebe im ersten Jahr des Ausbildungsfonds mit voraussichtlich rund 27 Millionen Euro unterstützt.“ Die nächste Auszahlung sei für Anfang 2026 geplant.

Der Fonds soll dem angespannten Ausbildungsmarkt in Bremen entgegenwirken. Seit Januar 2025 zahlen alle größeren Unternehmen im Bundesland eine Abgabe. Dadurch sollen jährlich etwa 39 Millionen Euro zusammenkommen.

Ausbildungsbetriebe erhalten aus dem Fonds einen Ausgleich für ihre Kosten – bis zu 2.250 Euro pro Auszubildenden und Jahr. Zudem finanziert der Fonds Weiterbildungen für Ausbilder und Sprachkurse.

Die Bremer Regierung will mit dieser Maßnahme die Ausbildungssituation verbessern. Während Gewerkschaften den Fonds unterstützen, hält die Kritik aus der Wirtschaft an.

Mehrere Kammern sind bereits erfolglos vor Gericht gezogen. Zahlreiche Betriebe akzeptieren die Entscheidung nicht und klagen nun selbst gegen den Fonds. Sie argumentieren, das Gesetz löse nicht das Fachkräfteproblem, sondern bringe zusätzliche finanzielle und bürokratische Belastungen.