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Großrazzia in Hessen: Polizei durchsucht 33 Wohnungen und deckt Sozialleistungsbetrug auf. 55.000 Euro Bargeld beschlagnahmt, zehn Verdächtige angezeigt.
Wiesbaden – Bei einer hessenweiten Razzia haben Polizei, Zoll und Ordnungsämter einen Schlag gegen organisierten Sozialleistungsbetrug geführt. Rund 560 Einsatzkräfte durchsuchten bis Dienstagmittag (16. Dezember) 33 Wohnungen sowie zahlreiche Geschäftsräume von Gaststätten, Spielhallen und Nagelstudios. Davon berichtete die Deutsche Presse-Agentur (dpa).
Bei einer hessenweiten Razzia haben Polizei, Zoll und Ordnungsämter einen Schlag gegen organisierten Sozialleistungsbetrug geführt. (Symbolbild). © Julian Stratenschulte/dpa
Die Ermittler stellten rund 55.000 Euro Bargeld sowie Wertgegenstände wie Uhren und Schmuck sicher. Zusätzlich beschlagnahmten sie zwei hochwertige Fahrzeuge, wie Daniel Muth, Leiter des Landeskriminalamtes (LKA), mitteilte. Drei Haftbefehle wurden vollstreckt, sieben weitere Personen vorläufig festgenommen. Gegen zehn Verdächtige erstattete die Polizei Strafanzeige wegen des Verdachts auf Sozialleistungsbetrug.
„Sozialkriminalität ist kein Kavaliersdelikt“, betonte Innenminister Roman Poseck (CDU). Der Missbrauch von Sozialleistungen schade dem Vertrauen in den Sozialstaat und gehe zulasten ehrlicher Hilfsbedürftiger. Zur Sozialkriminalität zählen laut LKA-Chef Muth Betrügereien mit Sozialleistungen, Scheinselbstständigkeit und Schwarzarbeit. 2024 wurden in Hessen 624 Fälle von Sozialleistungsbetrug erfasst – die Dunkelziffer dürfte deutlich höher liegen. (csa/dpa)
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