5in5 Kiel

Trotz Bedarf: Fördermittel für Sozialwohnungen sinken + Fünf Jahre für versuchten Totschlag + Orcan Energy macht Abwärme nutzbar

Guten Morgen!

Die Not auf dem Wohnungsmarkt wird immer größer: 2200 Menschen in Kiel haben derzeit keinen Mietvertrag. Trotz steigendem Bedarf ist der Anteil an Sozialwohnungen in Kiel zwischen 2014 und 2024 von 5847 auf 5466 gesunken.

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Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD) und Sozialdezernent Gerwin Stöcken würden gerne so viel „bauen, bauen, bauen“ wie möglich. Doch im kommenden Jahr muss Kiel erhebliche Einbußen bei den Fördermitteln des Landes für den sozialen Wohnungsbau verkraften – nur 166 neue Wohneinheiten werden unterstützt.

Mein Kollege Steffen Müller hat recherchiert, was das für den Wohnungsbau bedeutet.

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Mit diesen fünf Themen sind Sie bestens informiert für Ihren Mittwoch in Kiel.

iconWeniger Geld für Sozialwohnungen in Kiel

Darum geht es: Das Land Schleswig-Holstein kürzt der Stadt Kiel im kommenden Jahr die Fördergelder für den Bau von Sozialwohnungen. Die Stadt kritisiert, dass die Kürzung Auswirkungen auf den gesamten Wohnungsmarkt und Neubauprojekte hat.

Darum ist es wichtig: Wohnungen werden in Kiel dringend benötigt. Auf langfristige Sicht müssen in Kiel bis zu 6000 weitere Sozialwohnungen gebaut werden.

So geht es weiter: Für 2026 hat das Land Fördermittel für 166 neue Sozialwohnungen bereitgestellt. Das Problem: Im kommenden Jahr fallen in Kiel 762 Sozialwohnungen aus der Belegungsbindung.

iconMesserattacke gegen 13-Jährigen in Hassee: Jugendhaftstrafen für zwei Männer

Das ist passiert: Nach einem brutalen Messerangriff auf einen 13-Jährigen im Januar in Kiel-Hassee ist ein 19-Jähriger wegen versuchten Totschlags zu fünf Jahren Jugendstrafe verurteilt worden, ein 18-Jähriger wegen gefährlicher Körperverletzung zu dreieinhalb Jahren.

Darum ist es wichtig: Der Angriff auf den 13-Jährigen, der in einer städtischen Wohngruppe lebte, hatte breites Entsetzen ausgelöst. An der Tat war insgesamt eine siebenköpfige Gruppe aus Elf- bis 22-Jährigen beteiligt.

So geht es weiter: Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Innerhalb einer Woche kann Revision eingelegt werden.

iconStrom aus Abwärme: Prototyp für Mini-Kraftwerk soll in Kiel entstehen

Darum geht es: Das Münchner Unternehmen Orcan Energy GmbH will in Kiel eine neue Generation leistungsstarker Minikraftwerke bauen, die Abwärme in Strom umwandeln.

Darum ist es wichtig: Viel Abwärme aus industrieller Produktion geht noch immer ungenutzt verloren. Diesen „Bremsklotz“ bei der Dekarbonisierung der Wirtschaft will Orcan beiseite räumen.

So geht es weiter: Im kommenden Jahr soll ein Prototyp der Anlage mit 1,8 Megawatt Leistung gebaut werden. Dazu plant Orcan einen großen Teststand im Gewerbegebiet „Strandort“ in Kiel-Friedrichsort.

iconKieler setzt sich bundesweit für mehr Kooperation zwischen den Hochschulen ein

Dieser Kieler interessiert uns: Dr. Arne Zerbst, Präsident der Muthesius Kunsthochschule Kiel, ist bereits zum zweiten Mal ins Präsidium der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) gewählt worden, die als größter wissenschaftlicher „Lobbyverband“ gilt.

Darum ist er wichtig: Als Vizepräsident der HRK setzt sich Zerbst deutschlandweit für die Zusammenarbeit der Hochschulen ein. „Nur so können wir unsere Wirkung erhöhen“, sagt er. Er ist der erste Hochschulpräsident aus Schleswig-Holstein in diesem Amt.

Das nehmen wir mit: Zerbst sieht extremistische politische Strömungen als Herausforderung für die Hochschulen. Er ruft dazu auf, gemeinsam als Orte der Offenheit aufzutreten.

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iconStarcar steht vor Schließung: Standort in Kiel betroffen

Darum geht es: Starcar hat angekündigt, den Geschäftsbetrieb zum 31. Dezember 2025 einzustellen. In der Kiel unterhält der Autovermieter eine große Station am Theodor-Heuss-Ring.

Hintergrund: Schon im Oktober hatte ein Insolvenzverwalter erklärt, dass Starcar zahlungsunfähig sei. Jetzt steht fest: Es hat sich kein Investor gefunden, der den angeschlagenen Betrieb in Gänze übernehmen will.

So geht es weiter: Ab 1. Januar beginnt das offizielle Insolvenzverfahren. Die geordnete Betriebsabwicklung könnte somit Anfang 2026 stattfinden.

Damit verabschiede ich mich für heute.

Bis bald, Annika Paetow

PS: Wenn Sie noch Zeit haben…

… dann lege ich Ihnen meine heutigen Leseempfehlungen ans Herz:

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KN