Standdatum: 17. Dezember 2025.

Autorinnen und Autoren:
Jens Otto

Mehrere Männer arbeiten auf dem Bau.

Das Ergebnis der Umfrage erfreut die Geschäftsführerin der Bremer Arbeitnehmerkammer.

Bild: Imago | Sven Simon

Drei Viertel der Bremer Arbeitnehmer arbeiten laut einer Befragung gern mit ihren ausländischen Kollegen. Gleichzeitig sind die Befragten unzufrieden mit der Demokratie.

Sogar 80 Prozent der Befragten sagen: Selbst dann, wenn Arbeitsplätze knapp werden, sollte man ausländische Arbeitskräfte nicht wieder zurückschicken. Das ist bei einer repräsentativen Befragung der Arbeitnehmerkammer Bremen zu Arbeitsbedingungen und Demokratie herausgekommen.

Ein erfreuliches und auch etwas überraschendes Ergebnis aus Sicht von Elke Heyduck, Geschäftsführerin der Arbeitnehmerkammer Bremen: „Das könnte ja etwas sein, wo man bestimmte Narrative aus der Politik bedient und sagt: ‚Ja, wenn wir die nicht mehr brauchen, dann sollen die wieder gehen‘. Nein, das ist nicht so. Integration wird sehr stark erlebt.“

Nur 40 Prozent zufrieden mit Demokratie

Heyduck sieht aber auch einen erschreckenden Befund: Nur gut 40 Prozent der Bremer Beschäftigten sind zufrieden damit, wie die Demokratie in Deutschland aktuell funktioniert. Da müsse gegengesteuert werden – zum Beispiel mit mehr Teilhabe der Beschäftigten am Arbeitsplatz. Denn die Studie zeigt auch: Wer im Job Einflussmöglichkeiten beispielsweise durch einen Betriebsrat erlebt, entwickelt auch außerhalb der Arbeit eine positivere Haltung zur Demokratie.

Die Arbeitnehmerkammer Bremen vertritt die Interessen und Rechte von Arbeitnehmern und führt regelmäßig Befragungen zu verschiedenen Themen rund um den Arbeitsplatz durch.

Dieses Thema im Programm:
Bremen Eins, Nachrichten, 17. Dezember 2025, 16 Uhr