Nach Ausbruch im Landkreis Meißen
Stadt Leipzig warnt Tierhalter vor Blauzungenkrankheit
Am Dienstag wurde bei einem Rind im Landkreis Meißen die Blauzungenkrankheit festgestellt. Nun warnt auch die Stadt Leipzig erneut vor der Virusinfektion, die auf Klauentiere übertragen wird.
Leipzig. Die Stadt Leipzig ruft Tierhalter und Tierärzte in der Region auf, ihre Tierbestände genau zu beobachten, nachdem am Montag im Landkreis Meißen bei einem Rind die Blauzungenkrankheit festgestellt worden ist. Wie die Stadt mitteilte, befinde sich Leipzig jetzt in einer, vom Freistaat Sachsen festgelegten, 150 Kilometer großen Handelsrestriktionszone.
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Das hat Auswirkungen auf den Handel. So müssen Tiere, die aus der Zone ins Ausland heraus gebracht werden sollen, rechtzeitig und den Vorschriften entsprechend gegen den Virus geimpft oder getestet worden sein. Außerdem gelten die notwendigen Präventionsmaßnahmen für sächsische Halter von Klauentieren.
Im vergangenen Jahr war im Landkreis Leipzig bereits ein Infektionsfall bekannt geworden. Damals hatte sich ein Rind mit dem Serotyp 3 der Krankheit angesteckt.
Blauzungenkrankheit wird durch Stechmücken übertragen
Die Blauzungenkrankheit ist eine Virusinfektion und wird durch blutsaugende Stechmücken übertragen. Sie betrifft hauptsächlich Klauentiere wie Rinder, Schafe oder Ziegen. Für den Menschen ist das Virus nicht gefährlich.
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Das Virus besitzt verschiedene Varianten. In den vergangenen zwei Jahren hatte ausschließlich der Serotyp 3 für massive Ausbrüche in Deutschland gesorgt. Nun ist erstmals seit 2009 der Serotyp 8 in Sachsen nachgewiesen worden. Andere Bundesländer wie Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz waren schon in den letzten Monaten betroffen.
Stadt Leipzig ruft Tierhalter zum Impfen der Tiere auf
Der beste Schutz der Tiere wird laut der Stadt Leipzig über eine Impfung erzielt. In den letzten Jahren wurde ausschließlich gegen den Serotyp 3 geimpft, sodass die Tiere aktuell nicht ausreichend geschützt sind. Tierhalter werden daher aufgerufen, ihre Tiere unverändert gegen den Typ 3 und verstärkt gegen Typ 8 zu impfen.
LVZ