
Auf der verkürzten Saslong war Marco Odermatt wie schon im Vorjahr nicht zu stoppen. Der Schweizer lag im Ziel 0,15 Sekunden vor seinem Landsmann Franjo von Allmen. Auf Platz drei landete der Italiener Dominik Paris.
Die Abfahrt in Gröden war die Ersatz-Abfahrt für die ausgefallene in Beaver Creek. Die Nerven der Skirennläufer wurden allerdings stark strapaziert – immer wieder wurde der Start wegen schlechter Sichtverhältnisse verschoben.
Saslong nicht in Top-Zustand
Doch nach über einer Stunde des Wartens war es endlich soweit. Die Piste war wegen Dauerregens am Vortag nicht in einem optimalen Zustand. Schon nach wenigen Fahrern waren tiefe Rillen zu erkennen.
Vorjahressieger vor Weltmeister
Marco Odermatt kam am besten mit den Verhältnissen zurecht. Der Führende im Gesamtwecltcup, der schon die Auftakt-Abfahrt in Beaver Creek gewinnen konnte, zeigte keine perfekte Fahrt, hatte im Ziel aber einen Vorsprung von 0,15 Sekunden von Allmen. In Beaver Creek war der Weltmeister gestürzt. Diesmal beeindruckte er nicht nur mit seiner Fahrt, sondern auch mit seinem Sprung über den berüchtigten Kamelbuckel – erst nach 48 Metern landete von Allem. „Ich war schmerzfrei unterwegs und bin mit dem Ergebnis zufrieden. Es ist immer gut, wenn man mit Marco auf dem Podest steht“, sagte von Allmen am ZDF-Mikro.
Dominik Paris – aus Erfahrung gut
Die Schweizer Dominanz durchbrach Altmeister Dominik Paris. Der Italiener spielte seine ganze Erfahrung auf der Saslong aus und belohnte sich für seinen couragierten Lauf mit dem dritten Platz (+0,19). „Man ist immer froh, wenn man das Podium erreicht. Bei einem verkürzten Rennen muss man alles riskieren, darf aber auch nicht zu frech fahren“, so Paris.
Nach 22 Läufern musste das Rennen wegen Nebels unterbrochen werden. Es war nicht klar, ob die Abfahrt abgebrochen wird – dann wären die Ergebnisse der Läufer nicht in die Wertung gekommen. Doch nach knapp einer halben Stunde ging es weiter.
Baumann verpasst Top Ten
Romed Baumann ging mit der Startnummer 25 ins Rennen. Der Vorjahres-Siebte war im oberen Teil gut unterwegs, hatte aber im technischen Teil seine Probleme. Baumann verpasste die Top Ten (+ 0,98). Nach 45 Startern liegt er auf dem 15. Platz und hätte damit die halbe Olympianorm geschafft. Luis Vogt war nach einer Schulterverletzung erstmals wieder im Weltcup dabei und fuhr prompt auf Platz 17 (+ 1,02 /). Simon Jocher landete auf Platz 33 (+1,55/ beide nach 45 Fahrern).