Nach dem für die CDU enttäuschenden Ausgang der Kommunalwahl im September haben die Christdemokraten einen neuen Vorstand gewählt. Der bisherige Parteichef, Sascha Kurth, hatte sich nicht erneut zur Wahl gestellt und den Weg freigemacht für einen Neuanfang. Bereits vor der Kommunalwahl hatte es parteiintern Kritik an Kurth gegeben. Ein offenes Geheimnis ist, dass die Gelsenkirchener CDU in Fürsprecher und Gegner des nun ehemaligen Parteichefs gespalten war.

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Zu Kurths Nachfolger wurde am Mittwochabend (17. Dezember) im Wissenschaftspark der bisherige Vorsitzende der Jungen Union, Hobbie Fischbach, gewählt. Etwa 100 Parteimitglieder waren gekommen, um „wichtige personelle Weichen für die zukünftige Arbeit der Partei“ zu stellen, wie die CDU mitteilt.

Neuer CDU-Kreisvorstand gewählt und langjährige Mitglieder verabschiedet
CDU-Parteitag in Gelsenkirchen

Wurden aus dem CDU-Parteivorstand verabschiedet: v.l. Andreas Batzel, Werner Wöll und Sascha Kurth.
© FUNKE Foto Services | Christoph Wojtyczka

Als stellvertretende Kreisvorsitzende wurden Christina Bartnick, Nils-Peder Dobratz und Regine Baschek gewählt. Zum Kreisschatzmeister wählten die Mitglieder Frank Winkelkötter. Das Amt des Mitgliederbeauftragten übernimmt künftig Jan Plaumann, der bereits Mitgliederbeauftragter der CDU-Ortsunion Heßler, sowie des JU-Kreisverbandes ist. Als Beisitzerinnen und Beisitzer wurden gewählt: Jan-Lukas Kirchhoff, Antonela Sculija, Michael Schmitt, Virgil Adamczuk, Brigitta Becker, Lothar Jacksteit, Katharina Knappe, Stephanie Kurth, Dr. André Nohl sowie Carola Schmitt-Köpke.

Aus dem Parteivorstand verabschiedet wurden neben Sascha Kurth, der acht Jahre das Amt des Kreisvorsitzenden innehatte, auch Werner Wöll, der viele Jahre als Schatzmeister Verantwortung trug, sowie Andreas Batzel, der dem Vorstand ebenfalls seit acht Jahren als stellvertretender Vorsitzender angehörte.

Auf die ohnehin schon überaus zähen Koalitionsverhandlungen zwischen SPD, CDU, Grünen und FDP wird die Vorstandswahl bei den Christdemokraten wohl keine Auswirkungen haben. Sascha Kurth ist weiterhin Fraktionsvorsitzender der CDU-Ratsfraktion. Außerdem ist der Wechsel zu Hobie Fischbach, der ohne Gegenkandidaten etwa 87 Prozent der Stimmen bekommen hat, bereits seit Wochen vorbereitet. Fischbach gilt als Kandidat, der auch von den Kurth-Kritikern geschätzt wird. Der 28-Jährige steht jetzt auch vor der Aufgabe, verloren gegangenes Vertrauen in seine Partei in Gelsenkirchen wieder zurückzugewinnen und die Gräben in der CDU zuzuschütten.