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Ein Plan der Ukraine erschien den Entscheidern beim EU-Gipfel in Brüssel dann doch zu riskant. Die aktuelle Lage im Ukraine-Krieg im Ticker.

Update, 8:55 Uhr: Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge betrachtet den Kompromiss der EU-Staaten zur Finanzierung der Ukraine als vertane Chance. „Wenn es jetzt nicht gelingt, gerade in dieser brisanten und so entscheidenden Zeit für die Ukraine, hier eine europäische Geschlossenheit hinzubekommen, wann dann?“, sagte Dröge im ARD-Morgenmagazin. Die EU-Staaten hatten sich in der Nacht nicht auf eine direkte Nutzung von in der EU eingefrorenem russischen Staatsvermögen für die Ukraine einigen können. Stattdessen bekommt Kiew einen EU-finanzierten zinslosen Kredit über 90 Milliarden Euro, um einen Staatsbankrott abzuwenden.

Transparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Update, 8:20 Uhr: Nach der Entscheidung über die Ukraine-Finanzierung hat Präsident Wolodymyr Selenskyj den Staats- und Regierungschefs der europäischen Länder gedankt. Auf X schrieb der Präsident: „Dies ist eine bedeutende Unterstützung, die unsere Widerstandsfähigkeit wirklich stärkt.“ Er betonte außerdem, wie wichtig es sei, dass die russischen Vermögenswerte weiterhin stillgelegt blieben und die Ukraine eine finanzielle Sicherheitsgarantie für die kommenden Jahre erhalten habe.

Putin-Rede heute live: Russlands Präsident hält Jahrespressekonferenz

Update von 8:05 Uhr: Bei seiner landesweit vom Fernsehen übertragenen Jahrespressekonferenz und Bürgerfragestunde lässt sich Putin heute von ausgewählten Journalisten und Bürgern ihre Fragen stellen. Erwartbare Themen sind die vielen Probleme des Landes, wie Armut, soziale Missstände sowie Klagen über mangelhafte Gesundheitsversorgung und fehlende Infrastruktur.

Erstmeldung: Kiew – Die von Russland angegriffene Ukraine bekommt aus der EU dringend benötigtes Geld. Allerdings nicht wie ursprünglich von Kanzler Friedrich Merz vorgesehen. Über den Plan zur direkten Nutzung von in der EU eingefrorenem Staatsvermögen Russlands wurde wochenlang mit harten Bandagen gestritten.

Ukraine-Krieg aktuell: Kompromiss zur Finanzierung beim EU-Gipfel

Die einen sprachen von einem unverantwortlichen Verstoß gegen internationales Recht – mit unabsehbaren Folgen auch für die europäische Finanzmarktstabilität. Die anderen von einem innovativen und fairen Weg, den Fall der von Russland angegriffenen Ukraine zu verhindern: Beim EU-Gipfel in Brüssel kam es nun zum Showdown und am Ende zu einem gesichtswahrenden Kompromiss für alle Seiten. 

Ukraine-Finanzierung: Eingefrorene Russland-Gelder zunächst außen vor

Die EU-Staats- und Regierungschefs haben der Ukraine einen zinslosen Kredit in Höhe von 90 Milliarden Euro für die nächsten zwei Jahre zugesagt. Das teilte EU-Ratspräsident António Costa in der Nacht mit, wie Reuters berichtet.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) erklärte, der Kredit werde über den EU-Haushalt abgesichert und durch eingefrorene russische Zentralbankgelder garantiert. Der ursprüngliche Vorschlag der EU-Kommission, die russischen Gelder direkt für das Darlehen zu verwenden, scheiterte an belgischen Bedenken, da sich der Großteil bei Euroclear in Brüssel befindet.

Trump und Putin: Die Geschichte ihrer Beziehung in BildernOsaka 2019Fotostrecke ansehenPutins Truppen rückt in Donezk und Saporischschja vor

Jetzt zur Lage an der Front: Während Kiew systematisch Russlands Öl-Wirtschaft attackiert und Russlands Verluste offenbar immens sind, muss die ukrainische Armee an der Front im Ukraine-Krieg auch Rückschläge hinnehmen. Russische Besatzungstruppen sind in den Regionen Donezk und Saporischschja vorgerückt, berichtet jetzt die Ukrajinska Prawda unter Berufung auf das Analyseprojekt „DeepState“.

Den Angaben zufolge sind russische Soldaten in der Nähe von Dronivka, Nikonorivka und Pankivka (Region Donezk) und in Hülyaipil (Region Saporischschja) vorgedrungen.

Ukraine-Krieg - Region Saporischschja Ukrainische Soldaten trainieren für den Krieg gegen die Armee Russlands (Archivbild). © Andriy Andriyenko/dpaTodesopfer bei russischem Angriff auf Odessa

Außerdem hat Russland die südukrainische Region Odessa mit mehreren Drohnen- und Raketenangriffen attackiert. Bei einer Attacke auf eine Brücke ist ein Zivilist getötet worden, drei weitere Menschen wurden verletzt, wie der Gouverneur der Provinz über Telegram mitteilte. In der Stadt Odessa selbst trafen russische Geschosse Teile der zivilen Infrastruktur, woraufhin Strom, Wasser und Heizung ausfielen, berichtete die örtliche Militärverwaltung laut Deutschlandfunk.

Ukraine-Krieg aktuell: Putin-Truppen zielen auf strategisch wichtige Verkehrsverbindung

Eine weitere Attacke richtete sich gegen eine wichtige Verkehrsverbindung zwischen Odessa und dem strategisch wichtigen Donauhafen Reni. (Redaktion mit Nachrichtenagenturen)