– Franken ist berühmt für den Nürnberger Christkindlesmarkt, doch in der Region lockt noch ein weiteres Städtchen mit romantischem Lichterglanz im Dezember. Welcher Markt in einem Ranking sogar vor Nürnberg liegt.
Fachwerkhäuser in vorweihnachtlichen Lichterglanz gehüllt – viel schöner kann die Kulisse für einen Weihnachtsmarktbesuch kaum sein. Geboten bekommen Besucher und Besucherinnen das beispielsweise auf dem Alt-Rothenburger Reiterlesmarkt.
Schon in den Sommermonaten lockt Rothenburg ob der Tauber viele Menschen nach Mittelfranken. Nicht umsonst dienten die Gassen und pittoresken Fassaden auch schon Walt Disney zum Vorbild für Filmkulissen. Und kurz vor Weihnachten mutet das alles fast noch eine Spur romantischer an.
Der Rothenburger Weihnachtsmarkt findet zwischen Marktplatz, Grüner Markt und Kirchplatz sowie im Lichthof am Rathaus statt. Neben dem Hauptmarkt lohne sich aber auch ein Blick in die Gassen und Hinterhöfe. Dort finden sich laut städtischer Webseite kleine Adventsbuden auf Terrassen und in Innenhöfen der Cafés.
Traditionell eröffnet der Markt am Freitag vor dem ersten Adventswochenende. In diesem Jahr fiel der Startschuss aber bereits am 21. November. Noch bis zum 23. Dezember haben Interessierte die Chance, den Markt zu besuchen. 61 Buden gibt es laut städtischer Webseite.
Rothenburg begreift sich selbst als „Weihnachtsstadt“, liegen hier doch auch die Wurzeln von „Käthe Wohlfahrt“, dem vermutlich bekanntesten Fachgeschäft für Weihnachtsdekoration. Deren sogenanntes „Weihnachtsdorf“ ist ganzjährig geöffnet.

Laut Auskunft der Stadt hat der Reiterlesmarkt eine lange Tradition. Er zähle zu den ältesten Weihnachtsmärkten Deutschlands, dessen Ursprünge bis in das 15. Jahrhundert zurückreichen. Bei der feierlichen Eröffnung zieht „das Reiterle zu Pferde“ auf dem Marktplatz ein. Es richtet ein Grußwort an die Wartenden. Danach spricht der Oberbürgermeister einige Worte und der große Weihnachtsbaum wird erleuchtet.
Eine Bewertung auf dem Portal Holiday-Check beginnt mit den Worten „Weihnachtlicher geht es nicht.“ Das Reisemagazin Merian kürte den Weihnachtsmarkt in Rothenburg kürzlich zum schönsten in Bayern, noch vor dem Christkindlesmarkt in Nürnberg. Andere Rankings kommen zu einer anderen Rangfolge – die Platzierungen liegen wohl auch ein wenig im Auge des Betrachters.

Geöffnet ist der Markt in Rothenburg ob der Tauber von Sonntag bis Donnerstag von 11 bis 19 Uhr und Freitag und Samstag von 11 bis 20 Uhr.