
Gröden hat wieder einmal einige Überraschungen parat gehabt: Marco Odermatt sah wie der sichere Sieger aus. Doch die Piste war in einem sehr guten Zustand. Mit Startnummer 29 raste der Tscheche Jan Zabystran an die Spitze.
Am Freitag (19.12.2025) mussten die Skirennfahrer nicht so lange auf den Start warten wie am Vortag. Die Abfahrt fand am Tag davor erst mit über einer Stunde Verzögerung statt. Auch die Piste war in einem deutlich besseren Zustand und wurde immer schneller. Das nützte Zabystran aus.
Der 27-Jährige, der mit dem DSV trainiert, brachte einen souveränen Lauf ins Ziel und unterbot Marco Odermatts Zeit um 0,22 Sekunden. Niemand hätte mit dem Sieg des Tschechen gerechnet, der bislang erst zwei Mal die Top-15 erreichte. „Ich habe immer davon geträumt, ganz oben zu sein“, sagte Zabystran im ZDF.
Dabei hatte der Schweizer auf der Saslong sein ganzes skifahrerisch-technisches Können ausgespielt und sah wie der sichere Sieger aus. Doch mit dem zweiten Sieg in zwei Tagen sollte es nichts werden.
Auch ein Italiener sorgt für Überraschung
Für eine weitere Überraschung sorgte der Italiener Giovanni Franzoni. Er düpierte die namhafte Konkurrenz und raste mit Startnummer 16 als Zweiter auf das Podest. Sein Rückstand auf den Sensationssieger: 0,37 Sek. Der 24-Jährige feierte damit seinen ersten Podestplatz.
Baumann bester DSV-Starter
Simon Jocher konnte mit seiner späten Startnummer wenig anfagen. Er war im oberen Teil noch gut unterwegs, leistete sich einen Fahrfehler und beendete das Rennen als 29. (+1,40). Besser machte es Romed Baumann. Mit Startnummer 41 schaffte er es auf den 17. Platz (+1,04) – verpasste aber die halbe Olympiaqualifikation. Luis Vogt wurde 44. (+ 2,18).
Vortageszweiter stürzt
Die Strecke war sehr schnell gesteckt. Zu schnell für den Vortageszweiten in der Abfahrt, Franjo von Allmen. Der Schweizer verlor bei einem Sprung das Gleichgewicht und rutschte auf dem Hang nach unten. Von Allmen blieb unverletzt.