Kiel. Der Zoll ist in Kiel auf illegal Beschäftigte gestoßen. Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Hauptzollamts kontrollierte am Montag, 15. Dezember, eine Gießerei in Kiel. Dort seien die Beamten auf vier Arbeiter getroffen, die weder einen gültigen Aufenthaltstitel noch eine Erlaubnis zur Aufnahme einer Erwerbstätigkeit in Deutschland hätten vorlegen können.
Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige
Zwei turkmenische und zwei usbekische Staatsangehörigen hätten in den Produktionshallen gearbeitet. Die Tätigkeiten dieser Arbeiter seien an eine deutsche Firma ausgelagert worden. Diese hätte wiederum eine polnische Firma eingebunden.
Die Arbeiter hätten angegeben, für die polnische Firma tätig zu sein. Drei von ihnen legten laut Zoll polnische Aufenthaltstitel vor, die jedoch nur eine kurzfristige Gültigkeit hatten. Es bestehe der Verdacht, dass ausländische Arbeitskräfte ohne die erforderlichen Genehmigungen eingesetzt wurden.
Arbeitern wurden die Pässe abgenommen
Den Männern seien die Pässe abgenommen und die weitere Arbeitsaufnahme untersagt worden. Sie erhielten die Auflage, sich am nächsten Tag bei der zuständigen Ausländerbehörde zu melden.
Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige
Bei der Überprüfung waren insgesamt 33 Zollbeamte im Einsatz. Der Zoll leitete Straf- und Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen des Verdachts des illegalen Aufenthalts, der unerlaubten Arbeitnehmerüberlassung sowie der Beschäftigung ohne erforderliche Arbeitserlaubnis ein. In solchen Fällen drohen Freiheitsstrafen von bis zu fünf Jahren sowie Geldbußen von bis zu 500.000 Euro. Die Ermittlungen der Finanzkontrolle Schwarzarbeit dauern an.
Auch in einem Nagelstudio entdeckte der Zoll illegal Beschäftigte
Am Donnerstag, 18. Dezember, kontrollierte der Zoll zudem ein Nagelstudio in der Kieler Innenstadt. Dort seien die Beamten auf fünf Arbeiter getroffen, die weder einen gültigen Aufenthaltstitel noch eine Erlaubnis zur Aufnahme einer Erwerbstätigkeit in Deutschland vorgelegt hätten. Auch gegen die vietnamesischen Staatsbürger wurden Ermittlungen eingeleitet.
Dem Betreiber des Studios werde vorgeworfen, die betroffenen Personen beschäftigt und damit deren mutmaßlich unerlaubten Aufenthalt unterstützt zu haben. Auch gegen ihn werde ermittelt.
Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige
Eine Überprüfung habe ergeben, dass die fünf Angestellten nicht zur Sozialversicherung angemeldet waren. Ob der gesetzliche Mindestlohn eingehalten wurde, ist Gegenstand der Ermittlungen. Über weitere aufenthaltsrechtliche Maßnahmen bezüglich der mutmaßlich illegal Angestellten aus der Gießerei und dem Nagelstudio werden die zuständigen Ausländerbehörden entscheiden.
KN